Leichtbau-Gipfel 2016

Aluminiumpotenzial im Fahrzeug erhöhen

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Lars Inge Arvidson von Sapa sieht noch viel Potenzial für den Leichtbauwerkstoff Alumnium im Fahrzeug; speziell in der E-Mobilität.
Lars Inge Arvidson von Sapa sieht noch viel Potenzial für den Leichtbauwerkstoff Alumnium im Fahrzeug; speziell in der E-Mobilität. (Foto: Stefan Bausewein)

Für Lars Inge Arvidson vom schwedischen Aluminiumhersteller Sapa lässt das Potenzial im Fahrzeug noch genügend Raum nach oben offen. Speziell in der Elektromobilität ließen sich viele Komponenten konstruktiv einfach aus Aluminium herstellen und das Gewicht nachhaltig reduzieren.

Durchschnittlich sind in herkömmlichen Fahrzeugen lediglich zehn Prozent Aluminium verbaut. Der Leichtbauwerkstoff mit langer Historie könnte aber noch viel häufiger verwendet werden, wie einige jüngste Beispiele aus der Automobilindustrie zeigen. So besitzt der Kleinwagen Fiat 500 schon 74,5 Kilogramm verbautes Aluminium; einsamer Spitzenreiter ist der britische Geländewagen Range Rover mit 571 Kilogramm Aluminium an Bord. Lars Inge Arvidson vom schwedischen Aluminiumhersteller Sapa erklärte, dass der Leichtbau durch Aluminium in heutigen Fahrzeugen noch reichlich Potenzial bereithielte. Insbesondere in der Elektromobilität ließen sich viele Bauteile und Komponenten aus dem Leichtbau-Werkstoff Nummer eins herstellen. So sind in der US-amerikanischen Luxus-Limousine Tesla Modell S rund 100 Kilogramm Aluminium verbaut.

Bestehende Materialien nutzen

Den Fokus legt Arvidson dabei auf die Batteriepacks, die Elektromotoren, das Thermomanagement, Heizsystem und Batteriekabel aus Aluminium. Ob bei großen Bauteilen wie den Elektromotoren aus Druckguss oder filigranen Innenteilen der Batterien mit Kühleinlässen oder Zwischenlagen. Für Arvidson bietet Aluminium eine konstruktiv einfache Basis um Leichtbau mit bestehenden Techniken noch viel häufiger im Fahrzeug zu verwenden – ohne die Kosten in die Höhe zu treiben. Das schwedische Unternehmen arbeitet schon seit vielen Jahren intensiv mit der Automobilindustrie zusammen und ist mit 100 Fertigungsstätten in 40 Ländern präsent.

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