FVA

Herrmann leitet Arbeitskreis

30.09.2010 | Redakteur: Bernd Otterbach

Manfred Herrmann, Leiter Batterie-Technologieentwicklung bei Opel, ist neuer Vorsitzender des Arbeitskreises „Elektrische Energie-Speichertechnik“.

Auf der Sitzung des Wissenschaftlichen Beirates der Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA) am 22. September haben 90 Führungskräfte aus Maschinenbau und Automobilindustrie Herrmann einstimmig an die Spitze des neu gegründeten Arbeitskreises gewählt.

„Wir haben bei der Entwicklung unserer Fahrzeuge mit Elektroantrieb erkannt, dass im Bereich der Batteriesystemtechnik das verfügbare Basiswissen nachhaltig weiter ausgebaut werden muss, vor allem an den Hochschulen. Viele Grundlagen sind noch zu erarbeiten“, sagte Herrmann, „Diese Grundlagen können hervorragend in der vorwettbewerblichen Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft geschaffen werden, wie seit vielen Jahren in den Forschungsnetzwerken des VDMA bewährt. Sie bieten eine ausgezeichnete Infrastruktur zur Organisation der neuen Forschungsthemen. Deshalb habe ich gerne die Obmannschaft des neu gegründeten Arbeitskreises Elektrische Speichertechnik der FVA übernommen“, erklärt Herrmann, der auch gleichzeitig als Experte in der AG Batteriesysteme der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ (NPE) der Bundesregierung mitarbeitet.

Herrmann ist seit Anfang der neunziger Jahre im Umfeld alternativer Antriebe bei Opel aktiv. Über verschiedene Aufgaben, zu denen auch der Rügen-Feldtest für Elektroautos und die Entwicklung der Brennstoffzellentechnik gehörte, kam er zur Technologieentwicklung Batterien, welche er seit 2007 bei Opel leitet.

Batterieentwicklung steht beim neuen FVA-Arbeitskreis „Elektrische Energie-Speichertechnik“ weit oben auf der Agenda. Hierbei liegt der Fokus auf dem Systemverhalten im Antriebsstrang, weniger in der Zellchemie. Die 50 Experten aus mittelständischen Unternehmen, Autokonzernen und Hochschulen wollen, neben den bereits laufenden Projekten, weitere gemeinsame Forschungsthemen rund um Energiespeicher für mobile und stationäre Einsätze identifizieren. Ziel der Experten ist es, die gemeinsam entwickelten Themen in Forschungsprojekten an Hochschulen zu vertiefen und die Ergebnisse dann den Unternehmen zugänglich zu machen. Der gemeinschaftliche Ansatz macht es auch kleinen und mittelständischen Unternehmen möglich, bei der hohen Entwicklungsdynamik der Elektromobilität schritt zu halten.


Kommentar zum Beitrag schreiben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 361896)