BMW

Neue Motoren vorgestellt

05.04.2011 | Autor / Redakteur: ar/pvh / Bernd Otterbach

Der Münchner Automobilhersteller hat auf dem BMW Group Innovationstag 2011 die neuesten Motorenentwicklungen vorgestellt: den 2,0-Liter-Vierzylinder-Ottomotor und die neue Variante des 3,0 Liter großen Reihensechszylinder-Diesel.

Bei einer ersten Probefahrt konnte der Vierzylinder durch beeindruckendes Fahrverhalten überzeugen. Im X1 beschleunigt der Motor aus dem Stand in 6,1 Sekunden auf 100 km/h. Das Beste aber: Gegenüber dem Vorgängermodell verbraucht er im Schnitt 1,5 Liter bzw. 16 Prozent weniger Kraftstoff auf 100 Kilometern. Die Leistung mit 180 kW/245 PS liegt damit 75 PS über dem bisher stärksten Vierzylinder-Ottomotor von BMW. 350 Newtonmeter beeindrucken schon bei 1.250 Umdrehungen.

Der überarbeitete Sechszylinder-Diesel leistet 190 kW/258 PS und hat ein Drehmoment von 560 Newtonmetern, er schafft im 530d xDrive den Standardsprint auf 100 km/h in 6,1 Sekunden bei einem EU-Verbrauch von 5,7 Litern auf 100 Kilometern.

Vorausschauende Getriebesteureung

Innovativ ist die neue Getriebesteuerung der Achtgang-Automatik, die sich allerdings noch in der Vorentwicklung befindet: Sie nutzt die Navigationsdaten, kann Kurven im Voraus erkennen und die Schaltcharakteristik entsprechend verändern. Auf diese Weise sollen sowohl die Effizienz als auch der Fahrkomfort sowie die Dynamik situationsgerecht gesteigert werden.

Motorenbaukasten

Zur Effizienzsteigerung hat BMW einen sogenannten Motorenbaukasten vorgestellt. Er beinhaltet eine übereinstimmende Architektur und ein einheitliches Konstruktionsprinzip für alle künftigen Otto- und Dieselmotoren mit drei, vier und sechs Zylindern. Der Dreizylinder ist wahrscheinlich im neuen Einser zu erwarten. Er soll ebenso Fahrfreude bieten wie die größeren Triebwerke.

Als gemeinsame Basis für den Grundmotor aller Otto- und Diesel-Aggregate kommt das Konstruktionsprinzip des Reihenmotors zur Anwendung. Dabei wird für den Motorenbaukasten ein Zylindervolumen von rund 500 Kubikzentimetern je Brennraum definiert, mit dem sich das thermodynamische Optimum für einen Verbrennungsmotor realisieren lässt. Aufgrund dieses Prinzips steht der Hubraum des jeweiligen Antriebs dabei im direkten Verhältnis zur Zahl der Brennräume.

Alternative Antriebe: Eigenentwicklungen

Im Gegensatz zu anderen OEMs setzt BMW bei der Hybrid-Technologie und Elektromobilität vor allem auf Eigenentwicklungen. „Die BMW Group treibt die Elektrifizierung durch die Weiterentwicklung von Hybridtechnologie und Elektroantrieben konsequent voran. Mit dem Einsatz von BMW ActiveHybrid Technologie und Elektromobilität werden die in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens verankerten Ziele besonders wirksam verfolgt. Die Elektrifizierung des Antriebstrangs schafft optimierte Möglichkeiten für eine von fossilen Brennstoffen unabhängige Mobilität sowie für eine umfassende Reduzierung der CO2-Emissionen durch die Nutzung regenerativ erzeugter Energie“, heißt es bei BMW.


Kommentar zum Beitrag schreiben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 374121)