Karriere

Automobilindustrie bleibt Jobmotor in Deutschland

| Redakteur: Jens Scheiner

Die Automobilbranche bleibt Jobmotor. Der Automobilzulieferer Bosch etwa sucht 20.000 neue Mitarbeiter.
Die Automobilbranche bleibt Jobmotor. Der Automobilzulieferer Bosch etwa sucht 20.000 neue Mitarbeiter. (Bild: Bosch)

Der deutsche Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Allein die Stellenangebote von Automobilfirmen stiegen im ersten Quartal 2017 um knapp 30 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft steht robust da und der Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv. So waren im März 2017 43,46 Millionen Menschen beschäftigt. Saisonbereinigt entstanden im März 30.000 neue Arbeitsverhältnisse im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenzahl sank im Jahresvergleich sogar um 608.000 Menschen, also um 1,4 Prozent. Dank dieser guten Entwicklung haben die Wirtschaftsweisen ihre Prognose für 2017 auf ein Wachstum von 1,4 Prozent angehoben. Einer der Motoren der deutschen Wirtschaft ist die Automobilindustrie. Trotz weltweiter Unsicherheiten, Abgas-Skandalen und protektionistischer Bestrebungen der US-Administration setzt die deutsche Automobilindustrie weiter auf Wachstum.

„Die Anzahl der Stellenangebote von Automobilfirmen stieg im ersten Quartal 2017 um 29,19 Prozent zum Vorjahr an“, erläutert Mariano Mamertino, der für Europa verantwortliche Volkswirt der Jobseite Indeed. „Wir erleben seit einem Jahr einen kontinuierlichen monatlichen Anstieg um zirka zwei Prozent.“ Die deutsche Automobilindustrie investiert deutlich in ihre Zukunft und in neue Entwicklungen. Sie stellt viele neue Fachkräfte ein.

Bosch sucht 20.000 neue Mitarbeiter weltweit

Bosch plant dieses Jahr, weltweit rund 20.000 Fach- und Führungskräfte im technischen und kaufmännischen Bereich einzustellen. Beinahe jede zweite ausgeschriebene Stelle hat derzeit einen Bezug zu Software. Den höchsten Personalbedarf hat das Unternehmen in Deutschland (3.400 Stellen), Indien (3.100 Stellen) und China (2.500 Stellen). Zusätzlich zu den 20.000 Fach- und Führungskräften im technischen und kaufmännischen Bereich plant der Zulieferer weitere Einstellungen in der Fertigung.

Internationaler Austausch ist wichtig

Jedes Jahr investiert der Technologiekonzern rund 250 Millionen Euro in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter und legt dabei auch großen Wert auf internationalen Austausch von Mitarbeitern und die generationenübergreifende Zusammenarbeit. Jordan Borino aus den USA ist für mehrere Wochen Mitglied eines sogenannten Disruption Discovery Teams. Die Teammitglieder kommen von allen Kontinenten, aus unterschiedlichen Funktionsbereichen und Hierarchieebenen. Für acht Wochen werden sie von ihren regulären Aufgaben freigestellt. Ihr einziges Ziel in dieser Zeit: Ideen für neue Geschäftsmodelle entwickeln. Untersuchungen zeigen, dass gemischte Teams erfolgreicher sind, da verschiedene Sichtweisen und Ideen zusammenkommen.

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