IAA 2017

BMW startet mit i-Vision in die elektrische Zukunft

| Autor / Redakteur: dpa / Jens Scheiner

BMW-Chef Harald Krüger präsentiert auf der IAA in Frankfurt das zentrale E-Modell „BMW i-Vision Dynamics“.
BMW-Chef Harald Krüger präsentiert auf der IAA in Frankfurt das zentrale E-Modell „BMW i-Vision Dynamics“. (Bild: www.julian-robinet.de)

Auf der IAA zeigt BMW seine Vorstellungen von der elektrifizierten Autoflotte. Ein Kernelement ist der BMW i-Vision Dynamics, die Elektro-Alternative für die Kernzielgruppe des Münchener Automobilherstellers.

BMW will dem aufstrebenden US-Elektroauto-Pionier Tesla mit einem viertürigen Elektro-Coupé demnächst Paroli bieten. Vorstandschef Harald Krüger präsentierte auf der IAA in Frankfurt den BMW i-Vision Dynamics mit 600 Kilometern Reichweite und 200 Stundenkilometern Spitzengeschwindigkeit. Er verdeutlichte zugleich, dass der Konzern auch mit einem wachsenden Anteil an E-Fahrzeugen seine derzeitige Profitabilität halten wolle.

Für Technikvorstand Klaus Fröhlich ist mit dem i-Vision Dynamics „die E-Mobilität im Kern unserer Marke angekommen. Wir greifen an.“ Das Fahrzeug werde in Serie gehen. Wann, ließ Fröhlich allerdings offen. Der BMW i-Vision Dynamics sei zwischen dem Kleinwagen i3 und dem Roadster i8 angesiedelt. „Wir werden auch in der E-Mobilität der führende Premium-Anbieter sein“, sagte der BMW-Vorstand.

Tesla hatte im vergangenen Jahr rund 80.000 Elektroautos verkauft und strebt mit seinem soeben auf den Markt gekommenen Modell 3 für nächstes Jahr schon einen Absatz von 500.000 Autos an. Krüger sagte, bis 2025 werde BMW zwölf rein elektrisch angetriebene Modelle anbieten. „Für uns als Konzern hat die E-Mobilität die oberste Priorität.“ Neben dem i Vision zeigt BMW auf der IAA auch eine Studie des Elektro-Minis, der 2019 auf den Markt kommen soll, den neuen Geländewagen X3 und eine Studie des wuchtigen Luxus-SUV X7.

Vorstand glaubt an hohe Gewinnmarge für E-Mobile

Ein großes Fragezeichen steht derzeit aber hinter den Renditechancen für E-Fahrzeuge. „Elektrofahrzeuge sind aktuell nicht so profitabel wie Verbrennerfahrzeuge. Aber das wird sich ändern", sagte Krüger. Parallel zur Technologie verbessere sich auch die Kostensituation. Ab 2020 dürften sich die Gewinnmargen deutlich annähern, erwartet der BMW-Konzernchef. Der Vorstand stehe klar zu dem Ziel, die Gewinnmarge weiterhin bei 8 bis 10 Prozent vom Umsatz zu halten.

Der bayerische Automobilhersteller werde künftig alle Modellreihen in jedem Werk mit jedem Motor bauen und damit flexibel auf die Nachfrage reagieren können. Das sichere die Beschäftigung in den Montagewerken und drücke die Kosten. Mit dem elektrischen Baukasten könne BMW nun sehr rasch Elektroautos auf den Markt bringen.

Von einem Verbot von Verbrennungsmotoren hält Krüger aber weiterhin nichts: „Wenn die Infrastruktur nicht da ist, wird der Kunde kein Elektroauto kaufen.“ Hier sei die Politik am Zug. Für die Klimaziele 2020 sei der Diesel unverzichtbar und klar notwendig, betonte der BMW-Chef. „Der Dieselrückgang in Deutschland ist spürbar, das liegt an der politischen Diskussion.“ Im ersten Halbjahr sei die Nachfrage in Deutschland von 66 auf 61 Prozent gesunken, in Europa von 74 auf 69 Prozent, aber weltweit bei etwa 35 Prozent fast stabil geblieben.

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