Elektronik

Bosch stellt Fußgänger-Ausweichassistent vor

| Autor / Redakteur: SPX / Wolfgang Sievernich

Rund 60 Prozent der Zusammenstöße mit Fussgängern sollen mit Hilfe des neuen Fußgänger-Ausweichassistenten verhindert werden können.
Rund 60 Prozent der Zusammenstöße mit Fussgängern sollen mit Hilfe des neuen Fußgänger-Ausweichassistenten verhindert werden können. (Foto: Bosch)

Das neue System soll nicht nur automatisch bremsen, sondern auch eine Ausweichroute berechnen. Start des neuen Assistenten ab 2018.

Immer mehr Fahrerassistenten kümmern sich um die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer – der Fußgänger. So will Bosch bis 2018 ein System zum Einsatz bringen, das diese nicht nur erkennt und eine Bremsung einleitet – das können Assistenten schon heute – sondern auch eine Ausweichroute berechnet und den Fahrer beim anschließenden Manöver unterstützt.

Permanente Berechnung

Hinter der Frontscheibe im Bereich des Innenspiegels ist eine Stereo-Kamera montiert, wie sie bereits heute im Serieneinsatz ist. Sobald der Autofahrer das potenziell lebensrettende Fahrmanöver startet unterstützt ihn das System beim Lenken. Reagiert der Fahrer mindestens eine halbe Sekunde vor der Kollision, können nach Angaben von Bosch rund 60 Prozent der Zusammenstöße verhindert werden.

Immer, wenn im Sichtfeld der Kamera ein Fußgänger auftaucht, berechnet das System die Wahrscheinlichkeit einer Kollision sowie eine mögliche Ausweichroute. Das passiert blitzschnell: mehr als zehn Mal in der Sekunde. Eine anspruchsvolle Aufgabe, muss doch die Bewegungsrichtung des Fußgängers und dessen voraussichtlicher Standort zum Beispiel eine Sekunde später richtig vorausberechnet werden.

Technik auf andere Assistenten übertragbar

Ist die Technik serienreif, kann die Kombination von Bildanalyse und ermittelter Ausweichroute auch für andere Assistenten genutzt werden, zum Beispiel in Engstellen: In einer zugeparkten Straße, in der ein Fahrzeug in der zweiten Reihe steht, könnte der Assistent dank der Kamerabilder das Auto mit Hilfe der elektrische Servolenkung durch die schmale Stelle steuern.

Fußgängerschutz wird für neue Fahrzeuge immer wichtiger, auch weil Crashtest-Organisationen wie Euro-NCAP die Höchstpunktzahl an ein gutes Abschneiden in diesem Punkt knüpfen. Diverse Fahrzeuge, zum Beispiel VW Tiguan oder Kia Sorento, haben beispielsweise eine sogenannte aktive Motorhaube, die sich bei einem Zusammenprall mit einem Fußgänger oder Radfahrer leicht anhebt und so einen Aufprall auf harte Motorteile verhindert. Aktuelle Stereo-Kameras, wie etwa in der Mercedes C-Klasse oder im Volvo V40, erkennen Fußgänger oder Radfahrer und leiten eine Notbremsung ein, wenn sie auf Kollisionskurs sind. Der Schwede hat zudem einen Fußgänger-Airbag serienmäßig, der die Passanten bei einer Frontalkollision beim Aufprall schützen soll.

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