Motorsport Engineering

Bosch stellt neues Profi-Motorsteuergerät vor

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Das MS 7.4 ergänzt die Profi-Steuergeräte von Bosch Motorsport und kann in Tourenwagen, Langstrecken- und Rallyefahrzeugen eingesetzt werden.
Das MS 7.4 ergänzt die Profi-Steuergeräte von Bosch Motorsport und kann in Tourenwagen, Langstrecken- und Rallyefahrzeugen eingesetzt werden. (Foto: Bosch)

Das neue High-End-Steuergerät besitzt in einem Gerät die Zylinderdruckerfassung, Hochdruck-Endstufen und einen Datenlogger.

Auf der Autosport International Fachmesse in Birmingham wird Bosch Motorsport eine neue Generation an Motorsteuergeräten vorstellen. Das MS 7.4 ergänzt die Profi-Steuergeräte und kann in Tourenwagen, Langstrecken- und Rallyefahrzeugen eingesetzt werden.

Die neue ECU integriert Motorsteuerung, Einspritzendstufen und Datenaufzeichnung in einem Gerät. Die zentrale Prozessoreinheit steuert die Hochdruckdirekteinspritzung für Motoren mit bis zu 8 Zylindern mit der Möglichkeit, dreifach einzuspritzen. Alternativ können bei Niederdruckeinspritzung bis zu 12 Zylinder bedient werden. Zudem gehören eine integrierte Zylinderinnendruckerfassung sowie integrierte Zündendstufen zum Leistungsumfang des Gerätes.

Individuelle Funktionen programmierbar

Die MS 7.4 soll einen zusätzlichen Datenlogger überflüssig machen und verfügt über einen integrierten Datenspeicher mit 2x4GB. Innerhalb einer „Customer Code Area“ sollen Kunden zudem individuelle Funktionen programmieren und im Rennbetrieb einsetzen können. Die MS 7.4 basiert auf einem neuen Software-Entwicklungsprozess, der die Entwicklung von Algorithmen beschleunigt, indem automatisch Codes und Dokumentationen generiert werden. Somit können die gewünschten Funktionen des Kunden schneller und einfacher erzeugt werden.

Stärkerer Prozessor

Der Prozessor der MS 7.4 soll leistungsstärker als die der Vorgänger sein: Mit einem 1 GHz Dual-Core-Prozessor in Kombination mit dem verbauten FPGA (Field Programmable Gate Array) wird eine höhere Rechenleistung erreicht. Insgesamt führt dies zu einer noch genaueren Berechnung der Motor- und Fahrwerksdaten in Echtzeit. Die Kommunikation von und zum Steuergerät regelt die MS 7.4 über Gigabit-Ethernet insgesamt zehnmal schneller als bei seinem Vorgängermodell.

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