Produktion

Der Arbeitsplatz in der Fabrik der Zukunft

| Autor / Redakteur: Barbara Stumpp / Thomas Günnel

Im EU-Projekt „Facts4Workers“ arbeiten 15 europäische Forschungspartner an den Arbeitsplätzen in der Fabrik der Zukunft.
Im EU-Projekt „Facts4Workers“ arbeiten 15 europäische Forschungspartner an den Arbeitsplätzen in der Fabrik der Zukunft. (Foto: Virtual Vehicle)

Im EU-Projekt „Facts4Workers“ (kurz für Worker Centric Workplaces in Smart Factories) arbeiten 15 europäische Forschungspartner für vier Jahre zusammen, um Arbeitsplätze in der Fabrik der Zukunft attraktiv und intelligent zu gestalten – für einen starken europäischen Produktionsstandort.

Alle Branchen kämpfen mit schrumpfenden Losgrößen und einer steigenden Anzahl hochspezieller und rasch wechselnder Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Facts4Workers“ sollen ein neues industrielles Zeitalter einläuten, das durch die sogenannte "Smart Factory" gekennzeichnet ist. Die Mitarbeiter, sogenannte „Smart Worker“, benötigen dann die passenden Informationen zum richtigen Zeitpunkt. Dazu sollen am Arbeitsplatz Hilfsmittel bereitstehen, die intuitive Interaktionsmechanismen aufweisen und sprach-, touch- oder gestengesteuert sind. Für selbstlernende Arbeitsplätze müssen die Daten von Maschinen, Werkzeugen und anderer Infrastrukturen eng miteinander verknüpft sein. Nur dann lassen sich kleine Losgrößen effizient produzieren und Wartung, Ersatzteilbestellung und das Rüsten der Maschinen vorausschauend unterstützen.

Beim sogenannten In-situ-Lernen („am Ort“ lernen) steht der Smart Worker als Lernender im Fokus. Mobile, personalisierte und situationsadaptive Lernsysteme unterstützen lebenslanges Lernen und das generationsübergreifende Weitergeben von Know-how. „Während der industriellen Projekte wollen wir zeigen, dass es möglich ist, die mittlere Produktivität pro Arbeiter um zehn Prozent zu erhöhen. Diese Produktivitätssteigerung soll keine rein „mechanische“ Produktivitätssteigerung mittels größerer Material- oder Energieeffizienz, verbesserter Maschinennutzung oder verbesserter Logistik sein. Facts4Workers fördert die Annahme eines Arbeitsorganisations-Stils mit besseren Arbeitsbedingungen und höherer Arbeitszufriedenheit“, erklärt Martin Wifling, der Projektleiter von Facts4Workers am Virtual Vehicle Research Center in Graz.

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