Auslaufmodelle

Deutscher Automarkt: Modelle die sich 2015 verabschieden

| Autor / Redakteur: SP-X / Christian Otto

Sein Produktionsende werden viele Fans bedauern: Der Land Rover Defender geht nach 68 Jahren in Rente.
Sein Produktionsende werden viele Fans bedauern: Der Land Rover Defender geht nach 68 Jahren in Rente. (Foto: Land Rover)

Manchmal soll es einfach nicht sein. Das gilt für einige Modelle, die am deutschen Markt nicht zünden wollten oder die in die Jahre gekommen sind. Einige wird man vermissen, andere eher nicht.

Neue Fahrzeugmodelle kommen, andere nehmen Abschied vom deutschen Automarkt: Diesen Kreislauf gibt es jedes Jahr, natürlich auch 2015. So sagte uns die Marke Lancia Servus, allerdings so leise, dass es kaum jemanden aufgefallen sein dürfte. Falls man überhaupt wusste, dass die Italiener noch lebten. Den schönen und edlen Formen hatte man ja schon länger abgeschworen, das Recycling amerikanischer Blechkarossen wie Chrysler Voyager führte auch zu keiner Wiederbelebung, stattdessen zum beschleunigten Abgesang. Folgerichtig gab es zum Schluss nur noch den Kleinwagen Ypsilon zu kaufen. So oder so, zum Jahresende beenden die Italiener ihr Engagement in Deutschland und beschränken sich auf ihren Heimatmarkt - allerdings nur mit dem Ypsilon.

Apropos kleine Autos: Nachdem Subaru schon seit vergangenem Jahr den Trezia nicht mehr verkauft, kam dieses Jahr auch das Aus fürs Schwestermodell Toyota Verso-S. Zu teuer, formal nicht überzeugend: Es gibt eben deutlich schickere und günstigere Kleinwagen; die Interessenten wissen das. Vielleicht spricht es sich auch irgendwann bei den japanischen Verantwortlichen und Designern rum. Auch bei Mini wurde aufgeräumt und aussortiert. Die neue, seit Ende 2014 erhältliche Generation des trendigen Kultwagens ist zwar größer und geräumiger geworden, dafür schrumpft das Modellangebot. Mini Coupé und Mini Roadster flogen aus dem Programm. Zum Trost für alle Frischluftfans: Die Cabrio-Variante wird nicht eingestellt, vielmehr 2016 neu aufgelegt.

Stahlklappdächer nicht mehr gefragt

So viel Glück hatten die Oben-Ohne-Begeisterten nicht überall. In diesem Jahr traf es markenübergreifend Stahlklappdach-Varianten. Sei es, dass die Kosten für diese Konstruktionen zu hoch waren, sei es, dass die Heckansichten aufgrund des Platzbedarfs für die aufwendige Technik einfach zu pummelig wirkten. Auf jeden Fall ist der Hype um diese Art Cabrios längst vorbei. Und so stellte VW den Eos ein und Renault das Mégane Coupé-Cabrio. Peugeot nahm mit dem 308 CC sein letztes CC-Fahrzeug aus dem Programm. Dass auch Nissans Nobeltochter Infiniti nicht nur das Q60 Coupé, sondern auch das Cabrio eingestellt hat, dürfte allerdings nur wenigen aufgefallen sein.

Mangelndes Kundeninteresse bedeutete auch das Aus für einige Mittelklasse-Limousinen. Die nicht heimischen Anbieter tun sich in Deutschland bekanntlich schwer, die Kunden in dieser schon ziemlich prestigeträchtigen Liga von den Vorzügen ihrer Modelle zu überzeugen. Und nicht immer gelingt dies in zufriedenstellender Weise. Suzuki beendete daher den Versuch, mit dem Kizashi zu zeigen, dass man mehr als Kleinwagen und Allradler kann. Hyundai konzentriert sich jetzt nur noch auf die Kombiversion des i40, die Limousine wird nicht mehr angeboten. Honda geht noch einen Schritt weiter und bietet den Accord bei uns gar nicht mehr an. Genauso handhabt es Renault auch mit dem Laguna. Hier gibt es aber immerhin mit dem Talisman einen echten Nachfolger.

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