20.08.12 | Redakteur: Thomas Günnel

Die in Traktoren vorhandene Elektronik dient vorrangig dazu, Vorgänge und Abläufe zu automatisieren. Spurführungssysteme für einzelne Traktoren sind mittlerweile Standard. Die Entwicklung geht nun in Richtung miteinander kooperierender und kommunizierender Systeme.
Bei „GuideConnect“ verbindet Fendt zwei Traktoren über Satellitennavigation und Funk zu einer Einheit. Eines der beiden Fahrzeuge kann so den gleichen Arbeitsprozess erledigen – ohne Fahrer. Der geführte und gleichzeitig fahrerlose Traktor folgt dabei dem Führungsfahrzeug im gleichen Arbeitsprozess, beim Wendevorgang und beim Ausweichen von Hindernissen.
Zu Beginn definiert der Fahrer mittels des Vario-Terminals, welcher Traktor die Führungsrolle übernimmt wird. Zudem stellt er dort den Folgeabstand und den seitlichen Abstand zwischen den beiden Traktoren ein. Die genaue Positionsbestimmung erfolgt über die Satellitenortung RTK-GPS. Die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen erfolgt über eine verschlüsselte Funkverbindung.
Am Vorgewende wird das Arbeitsgerät automatisch an der richtigen Position ausgehoben, beziehungsweise nach dem Wendevorgang wieder positionsgenau eingesetzt. Wenn der bemannte Traktor ein Hindernis umfahren muss, kann die Bewegung vom geführten Fahrzeug kurzzeitig vom Führungsfahrzeug entkoppelt werden. Um Hindernissen auf dem Pfad des geführten Fahrzeuges auszuweichen, kann der Fahrer das Folgefahrzeug vorübergehend auf seine eigene Spur leiten.
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