Motorsport Engineering

F1 in der Schule: Früh übt sich

| Autor / Redakteur: Annette Laqua / Wolfgang Sievernich

Die Nachwuchs-Ingenieure von morgen können ihr Wissen schon heute in Mini-Formel 1-Renner einbringen.
Die Nachwuchs-Ingenieure von morgen können ihr Wissen schon heute in Mini-Formel 1-Renner einbringen. (Foto: Alexander Spiering)

Beim Technologie-Wettbewerb für Schüler im Alter von 11 bis 19 Jahren siegten in Hamburg die Teams Axiom Racing und MCGravity.

Der Wettbewerb F1 in Schools, in dem Schüler ein Miniatur-Formelauto am Computer entwickeln, fertigen und in Rennen gegeneinander antreten lassen, wurde 1999 in England erfunden und soll Schüler von der fünften Klasse bis zum Abitur an die Faszination Motorsport und Engineering heranführen. Der Höhepunkt ist die Weltmeisterschaft, die alljährlich im Vorfeld eines Formel-1-Grand Prix stattfindet. Vorher müssen sich die drei bis sechs Schüler starken Teams in ihrer nationalen Meisterschaft durchsetzen, für die sie sich in Landesmeisterschaften qualifizieren müssen. Beim jüngst stattgefundenen Nordmetall-Cup stritten 25 Seniorteams und zwölf Juniormannschaften – alle Teilnehmer ab Jahrgang 2001 und jünger wurden in der separaten Juniorwertung zusammengefasst – um die Pokale.

Junioren und Senioren am Start

Beide Altersstufen mussten die gleichen Aufgaben erfüllen. Dies waren in der Hauptsache, ein 170 bis 210 Millimeter langes und 60 bis 85 Millimeter breites Fahrzeug zu bauen, das im Wettbewerb möglichst schnell eine 20 Meter lange, gerade Bahn absolvieren muss. Dabei wird es mittels einer Gaspatrone angetrieben. Der schnellste Renner vom Junior-Team MCGravity benötigte für die Strecke 1,126 Sekunden, was umgerechnet einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 64 Kilometer pro Stunde entspricht.

Doch es kommt nicht nur auf die reine Geschwindigkeit an, die Teams müssen sich und ihre Konstruktionen noch in weiteren Disziplinen beweisen. So werden auch die Gestaltung ihrer Box, eine achtminütige mündliche Präsentation, ein zuvor erstelltes, maximal 20-seitiges DIN-A3-Portfolio und die Konstruktion des Fahrzeugs bewertet. Das Rennfahrzeug musste von den potentiellen Ingenieuren der Zukunft zudem mit einem 3D-CAD-System angefertigt werden. Das Team mit der höchsten Gesamtpunktzahl ist Sieger des Wettbewerbs.

Politisch beobachtet

„Ihr alle habt großartige Arbeit abgeliefert“, war Ties Rabe, der Hamburger Senator für Schule und Berufsbildung begeistert. Er war als Ehrengast eingeladen und staunte über die Leistung der Teenager. „Was ihr gemacht habt, ist weit mehr als ein Rennauto zu bauen. Ihr habt komplizierte Regeln gelesen und verstanden, habt komplexe Computerprogramme angewendet und euch in euer Freizeit engagiert. Diese Neugierde, die euch auszeichnet, ist der Motor für technische Entwicklung und ihr seid ein Teil davon“, lobte er die Teilnehmer.

Fast ein Jahr Vorbereitung

Der Sieg bei den Senioren ging an das Team Axiom Racing, bei den Junioren war MCGravity unschlagbar. „Wir waren bei der starken Konkurrenz nicht sicher, ob wir gewinnen können“, so ein Mitglied von Axiom Racing. „Jetzt sind wir happy, erleichtert und auch müde, nachdem wir fast ein dreiviertes Jahr auf diesen Tag hingearbeitet haben.“ Und auch die siegreichen Junioren waren überglücklich. „Wir sind alle Neulinge in diesem Wettbewerb, hatten aber Unterstützung durch ehemalige Teilnehmer unserer Schule. Trotzdem war es nicht einfach, denn erst zwei Tage vor der Hamburg-Meisterschaft haben wir alle Teile unseres Autos zusammenbauen können und festgestellt, dass es zu leicht war. Zum Glück hatten wir eine Idee und für die Realisierung auch Unterstützung unser Lehrer. Jetzt sind wir zwar auch müde, aber erst einmal wird gefeiert!“

Kommentare werden geladen....

Kommentar zum Beitrag schreiben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43888264 / Motorsport Engineering)