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Fahrbericht Subaru Levorg: Die neue Mittelklasse

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Der neue Levorg 1,6 GT ist nur als Kombi und nur mit 1,6 Liter Turbo Benziner erhältlich.
Der neue Levorg 1,6 GT ist nur als Kombi und nur mit 1,6 Liter Turbo Benziner erhältlich. (Foto: Wolfgang Sievernich)

Der neue Subaru Levorg ist ein Mittelklasse-Kombi der mit dem Gesicht des Impreza in der Klasse des Audi A4, BMW 3er oder Opel Insignia auf Kundenfang geht. Wir testeten den 1,6 Liter Turbo-Boxer und kamen auf interessante Erkenntnisse.

Der Nachfolger des Subaru Legacy heisst Levorg. Le … was? Der neue Modellname ergibt sich aus der Kombination LEgacy und ORGinal und soll auf dem Weltmarkt für neuen Schwung in der Mittelklasse sorgen. Der seit 1991 gebaute Legacy wird seit 2015 vom Levorg ersetzt.

Der Qual der Wahl welche Motorvariante man mit welchem Hubraum und eventuell noch der Kraftstoffart kombiniert, muss man sich beim Levorg nicht stellen. Das Fahrzeug wird ausschließlich mit einem 1,6 Liter Turbo-Boxermotor angeboten. Der Kraftstoff besteht aus Benzin, der Antrieb ist Subaru-typisch auf alle vier Räder verteilt und die Lufthutze auf der Motorhaube wird traditionell – wie in alten Rallyetagen – weithin sichtbar getragen.

Dem Impreza aus dem Gesicht geschnitten

Die Front schaut aus wie eine Kopie des Impreza. Hier gibt es kaum Unterschiede: LED-Tagfahrlicht ist mit Xenon-Ablendlicht gekoppelt, der Kühlergrill mit Chrom umrandet, die Lufthutze für den Turbolader im Motorraum deutlich erkennbar. In der Seitenansicht generiert der Levorg seine eigene Designlinie und erreicht langgestreckt und mit nach hinten absinkendem Heck schon im Stand eine dynamische Statur. Das Heckleuchtendesign ist neu, auch wenn Parallelen zum Legacy bei näherem Hinschauen durchaus erkennbar werden.

Innenraum in sich schlüssig

Wer schon mal Subaru gefahren ist, bemerkt spätestens beim Öffnen der Türen eine alte Besonderheit wieder. Die Tür öffnet sich leicht, fühlt sich aber auch leicht an. Natürlich ist es nur Kosmetik und subjektiv noch dazu, doch man erhält den Eindruck, dass die Türen deutscher Mitbewerber schwerer ins Schloss fallen und dadurch etwas mehr Souveränität vermitteln. Der Blick auf das Cockpit vermittelt schnell eine wohl proportionierte Einheit. Das Lederlenkrad liegt gut in der Hand, ist mit Schaltern für die Menüführung, das Radio, den Tempomaten, die Freisprecheinrichtung und den Sportschalter aber fast schon überfrachtet. Die Sitzposition ist angenehm, auch groß gewachsene Personen kommen mit den Platzverhältnissen klar. In der Mittelkonsole erkennen wir einen alten Bekannten: sowohl die Lüftungsdüsen als auch die Infotainmentanzeigen haben wir schon mal im Subaru XV gesehen. Im Gegensatz zum SUV von Subaru aber wurden sie beim Levorg deutlich passgenauer und eleganter umgesetzt.

Das Navigationssystem lässt sich einfach bedienen und ist mit der Touchoberfläche intuitiv nutzbar. Die Kartendarstellung ist klar, die Sprachführung einfach und gut verständlich. Überhaupt kann die Bedienung mit Schaltern und Rädchen überzeugen. Alles ist am rechten Platz und vermittelt ausreichend Wertigkeit.

Straffes Fahrwerk, gutes Getriebe

Kommen wir zum Fahrverhalten. Der 1,6 Liter starke Boxermotor hat mit dem knapp 1,6 Tonnen schweren Fahrzeug leichtes Spiel. Die Sechsgang-Automatik, die eigentlich stufenlos arbeitet und bei Subaru Lineartronic genannt wird, besitzt variable Übersetzungen und liefert je nach Gasfuß immer das richtige Drehmoment. Einzig im kalten Zustand sind Motor und Getriebe deutlicher hör- und spürbar. Im warmen Zustand lässt sich der Levorg schnell und zügig bewegen. Auf langen Autobahnabschnitten hängt der Wagen gut am Gas und vermittelt mit einem straffen, aber nicht zu harten Fahrwerk ein angenehmes Fahrverhalten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Autobahnfreundlichen 210 Kilometer pro Stunde.

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