Consumer Electronics Show

Faraday Future zeigt Zero1 Concept

| Autor / Redakteur: SP-X / Jens Scheiner

Faraday Future hat auf der CES in Las Vegas die Studie FFZero1 vorgestellt.
Faraday Future hat auf der CES in Las Vegas die Studie FFZero1 vorgestellt. (Foto: Faraday Future)

Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas hat der einigermaßen mysteriöse Autohersteller Faraday Future nun ein erstes Modell vorgestellt.

Faraday Future – seit Monaten geistert der Name durch die Automobilbranche. Nun gibt der Hersteller mit einer Studie erstmals einen konkreten Einblick in seine Modellpläne: Auf der Elektronik-Fachmesse CES in Las Vegas hat das Unternehmen nun die Studie FFZero1 vorgestellt – einen elektrisch angetriebenen 1.000-PS-Rennwagen. Chancen auf eine Serienproduktion hat der futuristische Einsitzer jedoch nicht. Vielmehr soll er einen Ausblick auf das für 2018 erwartete erste Modell der Marke geben.

Das gilt vor allem für die technische Basis. Die Studie nutzt eine modulare Plattform, auf deren Basis künftig zahlreiche Fahrzeugvarianten gebaut werden können. Die Achsen-Elemente sind immer identisch, dazu kommen bis zu vier standardisierte Elektromotoren. Der Raum dazwischen beherbergt die Akkus; er ist variabel und kann auf Kleinwagengröße gestaucht oder für eine große Limousine verlängert werden.

Viel Elektronik an Bord

Die Spezialität der Studie und künftiger Faraday-Future-Modelle sollen jedoch Vernetzung und automatisiertes Fahren sein. So verfügt der FFZero1 über Drive-by-Wire-Technik, Internetanschluss und Augmented-Reality-Funktionen. Die technische Ausstattung passt zum Geschäftsmodell des Unternehmens. Man will nicht bloß Autos verkaufen, sondern Mobilität neu Erfinden – ähnlich wie Apple, die auch mehr anbieten als besonders schicke Handys. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, auch mit Internetdiensten und Apps Geld machen zu wollen.

Wie genau und mit welchem Fahrzeug das geschehen soll, ist noch unklar. Der in Las Vegas gezeigte Rennwagen wird es jedoch wohl kaum auf die Straße schaffen. Das sehr futuristische und kaum in der Serien umsetzbare Konzeptfahrzeug dürfte daher auch zunächst weder bei Tesla noch bei den etablierten Herstellern für größere Unruhe sorgen. Sollte das angekündigte Serienmodell kommen, wird es deutlich konventioneller ausfallen als die Studie. Antreten würde Faraday Future dann nicht nur gegen Modelle von Tesla, sondern auch gegen den neuen E-Sportwagen von Porsche sowie Audis Elektro-SUV. Produzieren will Faraday Future seine Autos nahe Las Vegas, wo in Kürze eine neue, rund eine Milliarde US-Dollar teure Fabrik entstehen soll.

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