Neue Modelle

Fiat 500L: Der Kompaktvan wird erwachsen

| Autor / Redakteur: Wolfgang Pester / Jens Scheiner

Fiat hat dem 500L ein Facelift verpasst. Die neue Modellgeneration wird in drei Varianten angeboten: Urban, Cross und Wagon.
Fiat hat dem 500L ein Facelift verpasst. Die neue Modellgeneration wird in drei Varianten angeboten: Urban, Cross und Wagon. (Bild: Fiat)

Fiat hat dem Kompaktvan 500L ein Facelift verpasst. Optisch blieb der Van fast unverändert – aber 40 Prozent der Einbauteil sind neu und es hat sich einiges an der Technik getan.

Der Fiat 500 ist eine Erfolgsgeschichte für den italienischen Autohersteller. Seit 2007 hat Italiens Mini mehr als zwei Millionen Käufer gefunden und wird als eigenständige Marke im Konzern geführt, die sich seitdem mit weiteren Modellen, Cabrio (2009), 500L (2012) und dem SUV 500X (2015), im Markt etabliert hat. Jetzt startet die neue Modellgeneration des 500L, die in den drei Varianten Urban, Cross und Wagon angeboten wird. Am auffälligsten an der Frontpartie sind die kleinen Änderungen von Motorgrill und Scheinwerferanordnung gegenüber dem Vorgänger, die nun stärker das Design des Fiat 500 aufnehmen.

Aber der Fiat 500 von 2007 schreibt auch eine Erfolgsgeschichte weiter. Denn vor 60 Jahren startete am Juli 1957 sein Vorgänger, der Nuova 500, noch zwei Jahre vor dem Austin Mini von Sir Alec Issigonis. Seine Fahrt in die Herzen der „Automobilista“ brachte ihm rund 3,9 Millionen Käufer und laut Fiat sollen noch heute 600.000 Cinquecento auf Italiens Straßen fahren. Doch das heutige Retromodell ist kein Vergleichsmaßstab für den alten 500. Statt Heckmotoranordnung hat der aktuelle 500 einen vorn quer eingebauten Motor mit Frontantrieb sowie akzeptable Platzverhältnisse im Innenraum, die auf kurzen Strecken eine Fahrt auf den hinteren zwei Sitzen aushalten lässt. Jetzt startet, nach dem Facelift des 500 im Jahr 2015, die zweite Generation des 500L – mit wenigen sichtbaren Veränderungen.

2.200 neue Bauteile, also rund 40 Prozent des Autos, sollen erneuert worden sein. Die Karosserie und der Innenraum wurden leicht modifiziert. Wobei die hintere Sitzbank nun etwas höher angeordnet ist und damit den Fondinsassen eine bessere Sicht bieten soll. Das Entertainmentsystem Uconnect HD Live bietet im 500L mit einem Sieben-Zoll-Monitor die vollständige Konnektivität durch Apple CarPlay oder Android Auto. Somit lassen sich beispielsweise die Funktionen des Smartphones beim Musikstreaming oder wählen von Verkehrs- oder Wettermeldungen sowie Telefonieren nutzen. Zu den Sicherheitseinrichtungen gehört unter anderem der autonome City-Notbremsassistent, der im Geschwindigkeitsbereich von 5 km//h bis 30 km/h Hindernisse vor dem Fahrzeug erkennt und automatisch eine Notbremsung einleitet, sollte der Fahrer trotz drohender Kollision nicht reagieren.

Drei Varianten auf einer Plattform

Der neue Fiat 500L wird in den drei Karosserievarianten Urban, Cross und Wagon angeboten. Sie nutzen die gleiche Plattform, haben einen Radstand von 2,612 Meter und einen Wendekreis von zehn Metern. Der Urban hat fünf Sitzplätze und ist ein Angebot für den Stadtverkehr mit seinen geringen Abmessungen: Länge 4,242 Metern, einer Breite von 1,784 Metern und einer Höhe von 1,658 Metern.

Unverwechselbar tritt der 500L Cross auf. Das gelingt mit neu gestaltetem Stoßfänger, Unterfahrschutz, markantem Kühlergrill sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder. Zur Serienausstattung gehört unter anderem das Entertainmentsystem Uconnect HD Live mit Sieben-Zoll-Touchscreen. In den Maßen legt er etwas zu auf 4,276 Meter Länge, 1,800 Meter Breite und 1,679 Meter Höhe. Die um 25 Millimeter höher gelegte Karosserie bietet etwas mehr Bodenfreiheit. Der Frontantrieb mit Handschaltgetriebe des Cross hat einen „Drive Mode Selector“. Er ist in der Mittelkonsole angeordnet und passt die Kraftübertragung an unterschiedliche Fahrbahnbeschaffenheit an. Der Mode „Normal“ ist dem Alltag vorbehalten, „Traction+“ aktiviert im Geschwindigkeitsbereich bis 30 km/h eine elektronische Differenzialsperre in der angetriebenen Vorderachse. In der Stellung „Gravity Control“ unterstützt die Bordelektronik als Bergabfahrhilfe den Fahrer bei Manövern in abschüssigem Gelände. Die jeweilige Stellung des Drive Mode Selectors wird im zentralen TFT-Display angezeigt.

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