Produktion

Hat das Fließband ausgedient?

| Autor / Redakteur: Tina Rumpelt / Thomas Günnel

Der Mensch bleibt: Auch in der Fabrik der Zukunft wird der Mensch der Erfolgsfaktor sein. Weil er denken, sehen und fühlen kann, besser als jeder Roboter.
Der Mensch bleibt: Auch in der Fabrik der Zukunft wird der Mensch der Erfolgsfaktor sein. Weil er denken, sehen und fühlen kann, besser als jeder Roboter. (Foto: Audi AG/ Oliver Strisch)

Die Automobilfabrik der Zukunft – wie wird sie aussehen? Werden Roboterschwärme Autos montieren, geführt von gigantischen Datenspeichern in der Cloud? Nein, so krass wird der Wandel nicht ausfallen – zumindest nicht in den nächsten zehn Jahren. Davon ist man bei Audi überzeugt. Dennoch, es wird sich vieles verändern und die Zukunft hat bereits begonnen.

Ingolstadt ist ein Dorf. Ja, Entschuldigung, aber es ist so – zumindest im Vergleich mit Sao Paulo, Mexiko City oder Changchun. Allesamt Megacities, die in Folge der Urbanisierung, definiert als „Ausbreitung städtischer Lebensformen“, immer weiter wachsen. Im Jahr 2050 werden mehr als 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben – mit Konsequenzen, die wir uns heute noch gar nicht so recht ausmalen können. Aber auch Ingolstadt, ebenso München, Stuttgart oder Rüsselsheim, spüren bereits die Folgen der zunehmenden Verstädterung. Im Audi-Stammwerk arbeiten mehr als 30.000 Menschen. Sie produzieren entsprechend viel Verkehr auf den Straßen in und rund um die Stadt. Dazu kommen 500 bis 600 Lkws pro Tag, die das Werk beliefern. Wie viel Fabrik verträgt eigentlich eine Stadt?

Herausforderung urbane Produktion

Die Verstädterung nimmt zu. Bis 2025 werden wir weltweit voraussichtlich über 600 Städte mit mehr als einer Million Einwohnern zählen. Heute sind es 442. Felix Schwabe präsentierte diese Zahlen anlässlich der Auftaktveranstaltung von „FutureCityFactory“, einer Initiative von Audi, die Wirtschaft, Wissenschaft und Städte zusammenbringt, um „urbane Herausforderungen gemeinsam zu meistern“. Schwabe, Wirtschaftsingenieur für Produktionsmanagement und Maschinenbau, koordiniert das zentrale Innovationsmanagement im Produktionsbereich von Audi und leitet das Projekt „Zukunftsproduktion 2030“.

Aus Audi-Perspektive geht es um zwei Dinge: Zum einen um die „Herausforderung urbane Produktion“. Wie bewältige ich strukturell und verkehrstechnisch die Fabrik und die Stadt der Zukunft? Im Übrigen eine globale Fragestellung, denn Audi fertigt auch in den chinesischen Millionenstädten Changchun und Foshan. Zum anderen geht es um die Autofabrik der Zukunft, um künftige Strukturen, Prozesse und Technologien in der Automobilfertigung von morgen. Den Anschub, die Autoproduktion der Zukunft als konkretes Projekt aufzusetzen, gab die „Audi Urban Future Initiative“, die Audi vor vier Jahren ins Leben rief. „Die Erkenntnisse und Erfahrungen, die wir aus dieser visionär konzipierten Initiative für zukunftsorientierte Stadtplanung gewinnen, wollen wir nun in den Audi-Geschäftsbereich Produktion integrieren“, so Schwabe, der auch dem „Audi Urban Future Insight“-Team angehört.

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