Steyr

Kompakter Range Extender für Biodiesel

| Autor / Redakteur: Rüdiger Maier / Michael Ziegler

Auf Basis des M1-Monoblock-Designs entwickelt Steyr seinen 2-Zylinder-Biodiesel-Range-Extender. Mit 68 Zentimetern Länge soll er laut dem Unternehmen der kleinste Motor in dieser Leistungsklasse sein.
Auf Basis des M1-Monoblock-Designs entwickelt Steyr seinen 2-Zylinder-Biodiesel-Range-Extender. Mit 68 Zentimetern Länge soll er laut dem Unternehmen der kleinste Motor in dieser Leistungsklasse sein. (Steyr)

Range-Extender – also kraftstoffbetriebene Zusatzmotoren – kompensieren das Problem der oft zu geringen Reichweite von Elektrofahrzeugen. Steyr Motors hat jetzt ein besonders kompaktes Modell entwickelt, dass zudem mit Biodiesel betrieben werden kann.

Der Biodiesel-Range-Extender des österreichischen Unternehmens Steyr ist das erste Teilprojekt der Clean Motion Offensive (CMO), welche vom österreichischen Klima- und Energiefonds mit über 4 Millionen EURO gefördert wird. Sie verfolgt das Ziel, günstige Komponenten für die Elektromobilität und eine einfache Infrastruktur voranzutreiben.

Um sich rechtzeitig einen zentralen Platz im Markt der Elektromobilität zu sichern, entwickelte Steyr Motors auf Basis seines seit Jahrzehnten bewährten M1 Monoblock-Design einen 2-Zylinder Biodiesel-Range-Extender in Leichtbauweise.

„Derzeit der kleinste Motor dieser Leistungsklasse am Markt“

Der wird derzeit in Steyr am Prüfstand ausgiebig getestet wird. Die horizontale (optional vertikale) Anordnung der Kolben ermöglicht eine äußerst niedrige (bzw. schmale) Bauweise. Ein Einbau bis 35 Grad ist möglich. Michael Aschaber, Entwicklungsleiter bei Steyr Motors, erklärt: „Derzeit beträgt die Höhe des Motors 430 mm. Sie ist aber auf 300 mm reduzierbar. Mit nur 68 Zentimeter Länge ist er meines Wissens der derzeit kleinste Motor dieser Leistung am Markt.“ Der ultrakompakte Motor bietet die Eigenschaften moderner Motoren wie Direkteinspritzung, Turboladung oder einen integrierten optionalen Ladeluftkühler. Auch in großen Höhen und heißen Umgebungen soll er noch effizient arbeiten.

Der wassergekühlte Turbolader leistet momentan 25 Kilowatt / 34 PS. Durch den Umstieg von der Pumpe-Düse-Einspritzung auf Common-Rail im nächsten Entwicklungsschritt soll eine Leistung bis zu 45 kW / 60 PS möglich werden. Während die Tests sowie die Geräuschoptimierung mit Pumpe-Düse weitgehend abgeschlossen sind, läuft derzeit der Umbau auf das Common-Rail-System.

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