Leichtbau

Kunststoffe: Leicht und schön

| Autor / Redakteur: Gerald Scheffels / Thomas Günnel

Die Werkstoffhersteller betreiben hohen Aufwand, um ihre automobile Kompetenz zu beweisen – bis hin zum Bau kompletter Fahrzeug-Prototypen.
Die Werkstoffhersteller betreiben hohen Aufwand, um ihre automobile Kompetenz zu beweisen – bis hin zum Bau kompletter Fahrzeug-Prototypen. (Bild: Hyundai)

Die Kunststoffindustrie profitiert vom automobilen Leichtbau. Und sie will Potenziale nutzen. Die Werkstoffhersteller betreiben hohen Aufwand, um ihre Entwicklungen zu präsentieren – bis hin zum Bau kompletter Fahrzeug-Prototypen.

BASF tätigte im Jahr 2015 einen Umsatz von 10,2 Milliarden Euro mit der Automobilindustrie. Damit befindet sich das Unternehmen auf Augenhöhe mit Autoliv, Mahle und Schaeffler. Der Trend oder auch Zwang zum Leichtbau treibt das Wachstum der Kunststoff-Zulieferer voran. Aber ebenso, wie die Autokäufer ihre Entscheidung nicht nur nach der Vernunft treffen, wollen die Entscheider in der Automobilindustrie nicht nur überzeugt, sondern auch begeistert werden. Deshalb stellen BASF und andere große Unternehmen der Kunststoffbranche ihre Innovationen gern anwendungsnah in Form von Prototypen vor.

Aktuell haben sich die BASF-Werkstoffexperten mit dem Automobilhersteller Hyundai zusammengetan und das Konzeptfahrzeug RN 30 entwickelt. Überraschenderweise werden die Karosseriekomponenten des Sportwagens, der für die Rennstrecke konzipiert ist, nicht aus Faserverbundwerkstoffen gefertigt, sondern aus alternativen Leichtbaumaterialien wie etwa PUR-RIM- und Hartintegralschaumsystemen aus Elastolit. Die für Anbauteile entwickelten Werkstoffe kombinieren hohe Qualität mit niedrigem Gewicht und einer lackierbaren „Class A“-Oberfläche.

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