08.07.2009 | Autor: Bernd Otterbach
 

ELEKTROAUTO

Viel Pro und wenig Contra

Mit rund 250 Teilnehmern ist der 3. Würzburger Automobil Gipfel heute erfolgreich gestartet. Unter dem Motto „Die Automobilindustrie unter Strom“ diskutierten Top-Manager aus der Automobilbranche über Pro und Contra des Elektroautos.


Ob Leichtbau, Adaptronik oder Produktionsplanung - Prof. Tautz thematisierte konkrete Anwendungen in der Automobilindustrie, die auf der Bienenforschung basieren.
Ob Leichtbau, Adaptronik oder Produktionsplanung - Prof. Tautz thematisierte konkrete Anwendungen in der Automobilindustrie, die auf der Bienenforschung basieren.
Die Veranstaltung eröffnete Stefan Rühling, der Geschäftsführer der Vogel Business Media, dem Verlagshaus, das die Fachzeitschrift »Automobil Industrie« herausgibt. Rühling hob die große Teilnehmerzahl des »Würzburger Automobil Gipfels« in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten hervor, die über der Vorjahresveranstaltung liegt. Er forderte die Zuhörer auf: „Netzwerken Sie! Gerade die Automobilbranche braucht das.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, Georg Rosenthal, betonte in seinem Grußwort die existenzielle Bedeutung der Mobilität für die Industriegesellschaft. Deshalb sei eine Veranstaltung, die sich mit dem Thema alternative Antriebe beschäftige, zukunftsweisend.

Alternative Antriebe: Neue Spieler auf dem Markt

Wilhelm Mißler, Chefredakteur »Automobil Industrie«, skizzierte die Umbruchssituation in der sich die Automobilindustrie befindet. Die derzeitige Krise beschleunige die Veränderung der Gewichtung der verschiedenen Fahrzeugsegmente. Außerdem brächten die verschiedenen alternativen Antriebskonzepte neue Spieler auf den Markt. Er forderte deshalb die Teilnehmer auf: „Lassen Sie den Dialog über Branchengrenzen hinaus nicht abreißen.“

Bienen: Partner der Automobilindustrie

Aufhorchen ließ gleich der erste Keynote-Speaker des Tages, der weltweit renommierte Bienenforscher Prof. Dr. Jürgen Tautz: „Die Bienen sind der heimliche Partner der Automobilindustrie.“ Als Bespiel hob Tautz die Fähigkeiten der Bienen zum Leichtbau hervor, die mit 40 Gramm Wachs 2 Kilogramm Honig in einer Wabenstruktur halten können. Nach dem Vorbild der Bienen könnten in der Automobilindustrie Materialien, die auf Piezo-Waben basieren, eingesetzt werden. Eine Serienreife stellte der Wissenschaftler in den nächsten drei bis fünf Jahren in Aussicht.

Die Verringerung des Fahrzeuggewichts durch Leichtbau ist eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg von alternativen Antrieben wie dem Elektromotor in Autos.

Tautz mahnte außerdem, den Klimaschutz durch CO2-Reduktion im Auge zu behalten: „Das Bienensterben der letzten Jahre sollte uns nachdenklich stimmen. Wenn eines der anpassungsfähigsten Lebewesen auf der Erde in Existenzschwierigkeiten gerät, müssen wir uns um unsere eigene Zukunft Gedanken machen.“

Netzwerk zu zukunftsweisenden Themen

Der »Würzburger Automobil Gipfel« ist das Netzwerkevent der Automobilindustrie zu zukunftsweisenden Themen. Im Mittelpunkt steht der lösungsorientierte und nachhaltige Know-how-Austausch zwischen Herstellern, Zulieferern, Dienstleistern und strategischen Partnern.

Veranstalter des Würzburger Automobil Gipfels sind »Automobil Industrie«, das Fachmagazin für die Manager der Automobilindustrie und »NoAE - Network of Automotive Excellence«, eine freie, offene Initiative für die Automobil- und Zuliefererindustrie.

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Stefan Rühling, Geschäftsführer der Vogel Business Media, forderte die rund 250 Teilnehmer auf: „Netzwerken Sie! Gerade die Automobilbranche braucht das.“ „Ihre Anwesenheit zeigt, dass Sie die richtige Antwort auf die Wirtschaftskrise geben wollen,“ rief der Oberbürgermeister von Würzburg, Georg Rosenthal, dem Auditorium zu. Wilhelm Mißler, Chefredateur »Automobil Industrie«, skizzierte die Umbruchssituation, in der sich die Automobilbranche befindet: „Durch die alternativen Antriebe kommen neue Spieler auf den Markt.“ Der Bienenforscher Prof. Dr. Jürgen Tautz gehört zu den 40 prominentesten Naturwissenschaftlern in Deutschland.
 



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