HYUNDAI IX35
Schritt nach vorne
Hyundai war mit dem Tucson, dem Santa Fe oder dem eingestellten Terracan für einige Jahre der SUV-Marktführer bei den Importeuren. Mit dem Tucson-Nachfolger ix35 will Hyundai jetzt wieder angreifen.
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SUV-Klasse wird sportlicher
Wie in der SUV-Klasse mittlerweile üblich positioniert auch Hyundai sein neues Modell im Vergleich zum Vorgänger deutlich sportlicher. Das liegt vor allem am modernen Outfit, das der deutsche Chefdesigner bei Hyundai Motor Europe, Thomas Bürkle, dem Fahrzeug verpasst hat. Schön ausgearbeitete, spannungsreiche Linien sorgen endlich für eine Abkehr von dem in der Vergangenheit oft übervorsichtigen und daher etwas langweiligen Hyundai-Design.
Emotionaler war noch kein Hyundai, doch bleibt der ix35 dabei elegant und stilsicher. Dies setzt sich ein wenig überraschend auch im Innenraum fort, wo die Qualität und Haptik der Materialien zwar noch nicht ganz auf Tiguan-Niveau ist, zumindest sämtliche Wettbewerber aus Asien aber deutlich hinter sich lässt. Das hervorragend verarbeitete Cockpit ist praktisch ohne Schwächen und auch ergonomisch fast perfekt.
Komfort beim Fahrwerk
Bei der Fahrwerksabstimmung setzt Hyundai auf Komfort; eine sanfte Federung und 2,64 Meter Radstand erleichtern dieses Vorhaben. So fährt sich der ix35 angenehm entspannt, erinnert hier ein wenig an den schwedischen Wettbewerber Volvo XC60. Mit dem für den Ottomotor (2,0-Liter, 120 kW/163 PS) und den kleineren Diesel (2,0-Liter, 100 kW/136 PS) erhältlichen reinen Frontantrieb wirkt der Koreaner fast schon agil, wenn der Ottomotor auch leider erst bei höheren Drehzahlen vollends überzeugt. Allrad-Antrieb kostet stets 1.700 Euro Aufpreis. Mit Vollausstattung und dem großen Diesel (2,0-Liter, 135 kW/184 PS) an Bord macht der ix35 zwar mächtig Dampf, wirkt aber auch weniger ausgewogen.
Mehr Austattung-Möglichkeiten
Auch im Bereich der Ausstattungsmöglichkeiten hat Hyundai einen großen Schritt nach vorne getan. Der ix35 ist zum Beispiel erstmals ab Werk mit einem Navigationssystem (1.720 Euro inkl. Rückfahrkamera) bestellbar, das seine Arbeit bei ersten Testfahrten im übrigen souverän erledigte. Die Ottomotor-Variante und der größere Diesel können zudem mit einer Sechsgang-Automatik (1.450 Euro) kombiniert werden. Weitere Optionen: ein großes Panorama-Hub-/Schiebedach (1.100 Euro), Tempomat (190 Euro) und sogar ein Park-Assistent für halbautomatisches Einparken (820 Euro).
Ende des Jahres, vermutlich ab Oktober, setzt Hyundai nach. Dann bringen die Koreaner die zwei eigentlichen Basismotorisierungen für den ix35 auf den Markt. Der 1,6-Liter-Ottomotor (103 kW/140 PS) wird dank Direkteinspritzung und Start-Stopp-System nicht nur sparsam sein, sondern auch technisch ein neues Kapitel bei Hyundai aufschlagen. Der 1,7-Liter-Diesel (85 kW/116 PS) erhält ebenfalls das Stopp-Start-System und soll sich mit 5,3 Litern auf 100 Kilometern begnügen. Damit wäre der ix35 das sparsamste Modell in der SUV-Kompaktklasse. Beide Motoren werden allerdings nur mit Frontantrieb zu haben sein. Es ist zu erwarten, dass der ix35 mit zumindest einer der beiden Motoren dann auch die 20.000-Euro-Grenze unterschreiten wird.
Hyundai holt weiter auf
Mit dem ix35 legt Hyundai alles in allem eine weitere Prüfung seiner ständig fortschreitenden Reife als Automobilhersteller ab. Der Kompakt-SUV ist noch ein Stück weit von der Perfektion eines VW Tiguan entfernt, in einem erinnert er jedoch durchaus an den erfolgreichen Wolfsburger: Der in Europa produzierte Koreaner leistet sich kaum Schwächen und weiß vor allem durch die Summe seiner Tugenden zu überzeugen.












