02.11.2010 | Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy/Hartmut Hammer / Bernd Otterbach
So mancher Möchtegern-SUV ist nach dem Motto gestrickt: Mehr Schein als Sein. Subaru geht bei seinem Impreza-Crossover-Modell XV eher den anderen Weg.
Mächtige Radhäuser, dicke Reifen, viel Bodenfreiheit glänzender Unterfahrschutz – und dann Vorderradantrieb. So mancher Möchtegern-SUV ist nach dem Motto gestrickt: Mehr Schein als Sein. Subaru geht bei seinem Impreza-Crossover-Modell XV eher den anderen Weg. Optisch klar als Modell seiner Baureihe erkennbar, aber technisch durchaus was unter der Haube.
Natürlich wirbt auch der Impreza XV mit schwarzen Kotflügelverbreiterungen, Unterfahrschutz, mehr Bodenfreiheit und einer mächtigen Lufthutze auf der Motorhaube für seinen Anspruch, ein Crossover-Modell zu sein. Kommt es dann zum Schwur, hält er dank seines Allradantriebs aber das Versprechen. Ausflüge ins Gelände, matschige Feldwege und verschneite Straßen bereiten dem Impreza XV dank des serienmäßigen Allradantriebs wenige Probleme.
Hinzu kommen Modifikationen am Fahrwerk. 150 (Dieselmotor) bis 155 (Ottomotor) Millimeter Bodenfreiheit, eine etwas breitere Spur, eine verstärkte Radaufhängung, stärkere Stabilisatoren und eine etwas härtere Federbein-Abstimmung unterstützen die Offroad-Ambitionen. Mit seiner Länge von 4,43 Metern sprengt der XV nicht die Grenzen der Kompaktklasse, seine 301 bis 1.216 Liter Ladevolumen sind aber eher Kleinwagen-Niveau. Wenigstens bildet sich nach Umlegen der Rückbanklehnen eine ebene Ladefläche mit nur niedriger Ladekante.
Antriebsseitig bleibt die Wahl zwischen zwei Aggregaten und drei Kraftstoffarten. Die Zweiliter-Boxermotoren leisten als Diesel und Otto jeweils 110 Kilowatt. Der Selbstzünder hat aber mit 350 Newtonmeter das deutlich höhere Drehmoment (Otto: 196 Newtonmeter) und den geringeren Durchschnittsverbrauch (5,8 zu 8,6 Liter pro 100 Kilometer, 154 zu 202 Gramm CO2 pro Kilometer) und verfügt über ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Der Ottomotor ist zwar „nur“ mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelt, verfügt aber über eine zusätzliche Geländeuntersetzung. Als Option ist außerdem ein Viergang-Automatikgetriebe verfügbar. Außerdem wird der Impreza XV mit Ottomotor auch in einer Autogas-Version angeboten werden.
Natürlich kann der Impreza XV kein uriger Geländewagen sein. Mit seiner kompakten Karosserie, der Alltagstauglichkeit und Option auf kleinere Ausflüge ins Gelände ist er vielmehr eine interessante Alternative für jene, die etwas mehr von ihrem Kompaktwagen fordern. Und auch bereits sind, dafür zu zahlen – mindestens 24.500 Euro für das Ottomodell und 27.500 für den Diesel. Dafür sind dann aber auch Klimaanlage, Sportsitze, Tempomat, sechs Airbags und Leichtmetallfelgen mit an Bord.
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