Wirtschaft

Obsoleszenz: Wenn Produkte frühzeitig altern

| Autor / Redakteur: Hartmut Hammer / Thomas Günnel

Immer häufiger werden Produkte frühzeitig obsolet, da der Hersteller keine Ersatzteile mehr anbietet. Abhilfe schafft das sogenannte Obsoleszenzmanagement.
Immer häufiger werden Produkte frühzeitig obsolet, da der Hersteller keine Ersatzteile mehr anbietet. Abhilfe schafft das sogenannte Obsoleszenzmanagement. (Bild: Nvidia)

Ob bei Geräten, Komponenten oder Software – immer häufiger werden Produkte frühzeitig obsolet, da der Hersteller keine Ersatzteile mehr anbietet oder den Support streicht. Abhilfe schafft das sogenannte Obsoleszenzmanagement.

Seit April sind die neuen 50-Euro-Scheine im Umlauf – doch der Aufwerter in der Kantine nimmt sie noch immer nicht an. Ein Hinweis am Automaten verrät, dass der Hersteller kein Software-Update anbietet. Ein klarer Fall von Obsoleszenz: Davon spricht man, wenn ein Produkt aufgrund seiner Konstruktion, Produktion oder der verwendeten Komponenten frühzeitig altert beziehungsweise unbrauchbar wird. Diese kann geplant sein, um Produkte gezielt vom Markt zu nehmen – aber auch Alterung oder Inkompatibilität im Zusammenspiel mit anderen, neueren Produkten machen Komponenten und Geräte obsolet.

Besonders problematisch sind elektronische Bauteile, bei denen kurze Innovationszyklen, Portfoliobereinigungen sowie Alterungsprozesse den Wandel beschleunigen. Immer mehr in den Fokus geraten Softwareprodukte. „Sie können mangels Verschleiß eigentlich nicht obsolet werden. Aber bei technischen Änderungen in der Hardwareumgebung ist oftmals eine neue Lizenz fällig – die viele Softwarehersteller nach dem Auslaufen bestimmter Softwarestände aus Prinzip nicht mehr anbieten“, erläutert Dr.-Ing. Wolfgang Heinbach, Geschäftsführer der D+D+M Daten- und Dokumentationsmanagement GmbH & Co. KG in Stuttgart.

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