Russland

PSA mischt auch mit

24.01.2008 | Redakteur: Bernd Otterbach

PSA Peugeot Citroën will ein eigenes Autowerk in Russland bauen. Ab 2010 sollen bis zu 300.000 Einheiten in Kaluga vom Band rollen.

Ein Abkommen darüber solle in der kommenden Woche mit dem russischen Wirtschaftsministerium unterzeichnet werden, teilte der Chef des Russlandgeschäfts des Konzerns, Stéphane Le Guevel, am Donnerstag in Moskau mit. Die Fabrik in Kaluga bei Moskau wird nach Angaben der Agentur Interfax voraussichtlich 2010 in Betrieb genommen werden. Sie soll eine Jahresproduktion von bis zu 300.000 Wagen haben.

Verhandlungen mit Mitsubishi

PSA verhandele derzeit noch über eine Beteiligung des japanischen Konzerns Mitsubishi, sagte Le Guevel. Man wolle aber keinen russischen Partner mit ins Boot nehmen. In Kaluga würden höchstwahrscheinlich Peugeot-Minivans montiert werden. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen, sagte Le Guevel.

Russland gilt als ein stark wachsender Automarkt mit großem Potenzial. Im vergangenen November hatte bereits Volkswagen eine 500 Millionen Euro teure Fabrik in Kaluga eröffnet. Ende Dezember 2007 nahm der japanische Autobauer Toyota bei St. Petersburg sein erstes eigenes Werk in Russland in Betrieb. Dort produziert auch der US-Konzern Ford seit Jahren. Der französische Autokonzern Renault übernahm Anfang Dezember 2007 eine Sperrminorität am größten russischen OEM Avtovaz (Lada). In Kaliningrad werden Kahrzeuge von BMW, General Motors und Kia gebaut.

Derzeit prüfen auch die japanischen Konkurrenten Nissan und Suzuki den Bau eigener Fabriken in Russland.

dpa


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