Russland

Aus für Chery

01.04.2008 | Redakteur: Bernd Otterbach

Das russische Automobilwerk Awtotor stellt die Produktion von Fahrzeugen des chinesischen Automobilherstellers Chery ab sofort ein.

Das teilte das Unternehmen aus Kaliningrad (Königsberg) am Montag in Moskau mit. Die Entscheidung führte Awtotor hauptsächlich auf die anhaltende Dollar-Schwäche zurück. Aufgegeben worden seien auch die Pläne, einen Betrieb eigens für die Montage von Chery-Fahrzeugen zu bauen.„Das Projekt wurde mit beiderseitiger Zustimmung gestoppt. Die Unternehmen haben keine Ansprüche gegen einander“, heißt es in der Mitteilung.

Im Februar 2006 hatten Awtotor und Chery einen fünfjährigen Vertrag über die Produktion chinesischer Wagen im Gebiet Kaliningrad unterzeichnet. Im Vorjahr gaben die Partner die Absicht bekannt, einen Chery-Betrieb auf russischem Territorium zu bauen.

Großprojekt gestoppt

Das Werk sollte ursprünglich eine Kapazität von 200.000 Autos pro Jahr haben. Chery wollte die Produktionsstätte, für die Investitionen in Höhe von 200 Millionen Dollar geplant waren, bis 2009 fertig stellen. Die in Kaliningrad produzierten Autos sollen sowohl in Russland verkauft werden, als auch exportiert werden.

Awtotor war 1994 für die Realisierung eines Projekts zum Bau ausländischer Wagen im Gebiet Kaliningrad gegründet worden. 2006 brachte das Unternehmen 40,800 Fahrzeuge der Marken Kia, BMW, Hummer, Cadillac, Chery Tigo, Chery Amulet und Chery A21 auf den Markt.


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