25.08.2008 | Redakteur: Bernd Otterbach
General Motors (GM) erwägt den Bau eines neuen Werks in Russland. „Wenn das Wachstum in Russland sich so fortsetzt, ist ein neues Werk für GM dort nur eine Frage der Zeit“, sagte GM-Europachef Carl-Peter Forster.
Es gebe dazu zwar noch keine Entscheidung. „Aber angesichts der Absatzsteigerungen auf dem russischen Markt steht das Thema Kapazitätserweiterung bereits auf der Tagesordnung“, so Forster weiter gegenüber dem „Handelsblatt“ am Montag. Der Automobilhersteller könne nach Ansicht von Experten auf dem Gelände der neuen GM-Produktionsstätte in St. Petersburg eine weitere Fabrik errichten oder ein Gemeinschaftsunternehmen eingehen, hieß es weiter. Der russische OEM GAZ hatte bereits angekündigt, dass er mit GM ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von jährlich 300.000 Autos gründen werde. GM hätte dies aber nicht bestätigt. Neben St. Petersburg und einem Joint Venture mit AvtoVAZ in Togliatti fertigt der US-Konzern noch im russischen Kaliningrad mit dem Auftragsfertiger Avtotor. Im laufenden Jahr rechnet Forster mit einer Absatzsteigerung von GM auf 380.000 bis 390.000 Fahrzeuge in Russland. Im Vorjahr waren es noch rund 258.000 Autos gewesen.
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