17.04.2009 | Redakteur: Thomas Weber
Der Absatz des Wolfsburger Konzerns ist im ersten Quartal des laufenden Jahres um 11,4 Prozent auf 1,39 Millionen Fahrzeuge gesunken. Da der Gesamtmarkt zugleich aber um mehr als 20 Prozent schrumpfte, konnte VW seinen Weltmarktanteil trotz der schweren Automobilkrise von 9,7 auf 11 Prozent ausbauen.
Der Absatz des Volkswagen-Konzerns ist im ersten Quartal 2009 um 11,4 Prozent auf 1,39 Millionen Autos gesunken. Der Gesamtmarkt schrumpfte zugleich aber um mehr als 20 Prozent. Der Konzern habe seinen Weltmarktanteil daher trotz der schweren Automobilkrise von 9,7 auf 11 Prozent ausbauen können, berichtete der Wolfsburger Automobilhersteller am heutigen Freitag. Konzernvertriebschef Detlef Wittig sagte: „Wir haben genau die Fahrzeuge im Portfolio, die vom Kunden nachgefragt werden.“
In Deutschland sorgte die Abwrackprämie nach den Worten von Wittig für einen kräftigen Zuwachs bei den Bestellungen. Im Zusammenhang mit der Förderung sei bis Ende März ein Auftragseingang von über 160.000 Fahrzeugen verzeichnet worden. „Es ist das derzeit beste Programm zur Arbeitsplatzsicherung, zum Schutz der Umwelt und für die Kunden“, so Wittig.
Die Konzernmarken steigerten ihren Absatz in Deutschland um 4,5 Prozent auf 251.500 Einheiten, die Kernmarke VW verkaufte in ihrem Heimatmarkt 131.000 Pkw, ein Plus von 8 Prozent. Besonders gefragt waren die kleineren Modelle wie VW Fox und Polo, zudem der Tiguan, der Skoda Fabia, der Seat Ibiza und der Caddy von VW Nutzfahrzeuge.
Beim weltweiten Absatz könnte VW mit den jüngsten Zahlen seinem für 2018 avisierten Ziel nähergekommen sein, Toyota zu übertreffen und Weltmarktführer zu werden. Der japanische Hersteller hat zwar noch keine Zahlen veröffentlicht, aber Experten gehen von heftigen Absatzeinbrüchen von bis zu 50 Prozent aus. Damit kämen für das erste Quartal nur noch um die 1,2 Millionen Einheiten zusammen. Automobilexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer sagte, VW profitiere von einem günstigen Länderportfolio. Toyota sei dagegen in den Ländern besonders stark, die jetzt von der Krise am stärksten betroffen seien - wie die USA und Japan. Langfristig werde aber entscheidend sein, wer das erfolgreichere Billigauto auf den Markt bringen werde.
VW hält trotz der rückläufigen Konjunktur und der großen Unsicherheit an seinen gesteckten Zielen fest. „Wir werden im laufenden Jahr rund 60 neue Modelle, Produktaufwertungen und Nachfolger mit hocheffizienten, verbrauchsarmen Motoren auf den Markt bringen. Diese Modelloffensive macht uns sehr zuversichtlich, dass wir im Gesamtjahr wie geplant deutlich besser als der Wettbewerb abschneiden“, sagte Wittig.
dpa
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