AvtoVAZ

Putin setzt Renault unter Druck

02.10.2009 | Redakteur: Bernd Otterbach

Die an AvtoVAZ beteiligte Renault-Nissan-Allianz muss laut Russlands Regierungschef Wladimir Putin die Modernisierung des größten russischen OEM mitfinanzieren, andernfalls könne ihre Beteiligung revidiert werden.

„Was die technische Erneuerung angeht, so muss man diesbezüglich mit ausländischen Anteilseignern Renault und Nissan verhandeln“, sagte Putin am Freitag in einer Regierungssitzung in Moskau. Er verwies darauf, dass der russische Staat AvtoVAZ mit einem zinslosen Darlehen in Höhe von 25 Milliarden Rubel (570 Millionen Euro) unter die Arme gegriffen habe, ohne dabei eine Neuverteilung der Aktienpakete mit den anderen Miteignern gefordert zu haben. „Entweder diese nehmen an der Finanzierung des Unternehmens teil, oder wir müssen mit ihnen über das Verhältnis der Anteile verhandeln“, betonte Putin.

Der Lada-Hersteller AvtoVAZ ist der größte Personenwagenhersteller in Russland. Der russische Staatskonzern Rostechnologii, das Investmenthaus Troika Dialog und der französische Autokonzern Renault halten je 25 Prozent plus eine Aktie von AvtoVAZ.


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