Peugeot

iOn wird nicht verkauft

08.12.2010 | Autor / Redakteur: Wolfgang Michel / Andreas Grimm

Noch im Dezember kommt das Elektroauto von Peugeot auf den Markt. Zunächst ist der iOn nur als Leasingfahrzeug zu haben. Als Gebrauchter soll er später den Weg zum Käufer finden.

„Auf die Markteinführung sind wir sehr stolz“, sagte Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch. Der iOn sei kein Verzichtsauto, sondern ein Fünftürer mit vier Sitzen und damit ein vollwertiges Auto, sagte er heute in Wiesbaden. Die Vorzeichen für die Markteinführung seien positiv: Das Fahrzeug hat mit dem Öko-Globe 2010, dem CarTec-Award und dem Grünen Lenkrad bereits drei Auszeichnungen eingefahren.

Kaufen kann man das E-Mobil jedoch nicht, nur leasen. Zahlen muss der Leasingnehmer monatlich 491 Euro netto ohne Anzahlung bei 48 Monaten Laufzeit und 10.000 km pro Jahr. Darin enthalten sind sämtliche Wartungskosten. Auf die Batterien gibt Peugeot fünf Jahre Garantie. „Der Vorteil unseres Leasingangebots ist, dass wir nach Ablauf des Vertrags das Fahrzeug einer weiteren Zielgruppe – insbesondere den Privatkunden – zuführen können“, erläuterte Bauch. 2011 plant Peugeot Deutschland rund 800 E-Fahrzeuge abzusetzen, bis 2015 will Peugeot insgesamt 50.000 iOn produzieren.

Kaufinteresse hätten derzeit im Wesentlichen Behörden und Flottenkunden. 600 Vorverträge habe Peugeot bisher abgeschlossen. Unter anderem integriere die Deutsche Bahn das Auto in ihr Elektro-Car-Sharing-Angebot namens „E-Flinkster“. Ferner gebe es ein positives Feedback seitens der Privatkunden. Seit Mai 2010 hätten sich über 3.000 Menschen auf der iOn-Webseite registriert. „Wer heute bestellt, wird das E-Auto im Sommer haben“, sagte Bauch zur Lieferbarkeit des Modells.

Aufwärtsentwicklung für 2011

Über das zu Ende gehende Jahr sagte Bauch: „2010 war für Peugeot kein einfaches Jahr. Als Gewinner der Abwrackprämie 2009 haben wir uns trotzdem in unserem Kerngeschäft der Klein- und Kompaktwagen sehr gut geschlagen.“ Bis Ende November haben die Franzosen 79.000 Fahrzeuge in Deutschland abgesetzt, ein Minus von 36,7 Prozent. „Damit sind wir in der Rangliste der Importeure auf Rang drei vorgerückt.“

Erfolgreich sei die Marke mit dem RCZ gewesen. In diesem Jahr seien bisher 1.700 Sportwagen zugelassen worden. Positiv habe sich auch das Geschäft mit den Gewerbe- und Nutzfahrzeugkunden entwickelt.

Angesprochen auf das nächste Jahr meint Bauch: „2011 wird für uns ein besseres Jahr.“ Seine Prognose lautet: 3,15 Millionen Pkw-Gesamtzulassungen in Deutschland. Für Peugeot selbst lauten die Ziele 104.000 Pkw- und 11.000 Nfz-Zulassungen sowie 3,4 Prozent Gesamtmarktanteil.


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