Melkus Sportwagen

Melkus stellt Insolvenzantrag

21.08.12 | Autor / Redakteur: SP-X/Fabian Hoberg/Thomas Günnel / Thomas Günnel

Mit dem Melkus RS2000 (im Bild der RS 2000 GTS) wollte die Sportwagenmanufakrutr an alte Erfolge anschließen – nun stellte Melkus in Dresden Insolvenzantrag.
Mit dem Melkus RS2000 (im Bild der RS 2000 GTS) wollte die Sportwagenmanufakrutr an alte Erfolge anschließen – nun stellte Melkus in Dresden Insolvenzantrag. (Melkus Sportwagen)

Die Sportwagenmanufaktur Melkus steht vor der Insolvenz. Zu wenige Kunden gönnten sich die sportliche Erinnerung an die alte DDR-Marke. Man will aber weiter machen.

Der Melkus RS2000 ist reinrassiger Renner aus deutscher Produktion. Doch zuletzt stockte der Absatz, jetzt ist der Traum von der Auferstehung der Manufaktur ausgeträumt. Das vor sechs Jahren neu gegründete Unternehmen hat am Amtsgericht Dresden Insolvenzantrag gestellt. Die Umsätze hätten nicht ausgereicht, um sich am Markt durchzusetzten, teilte die Sportwagenmarke mit.

Die geplanten 25 Fahrzeuge pro Jahr ließen sich zu einem Stückpreis von rund 115.000 Euro nicht verkaufen. Der Flügeltürer hat unter der Haube einen 2,0-Liter-Turbobenziner, der bis zu 276 kW/375 PS leistet. Der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h ist in bis zu 3,8 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit liegt zwischen 270 und 300 km/h.

Bekannt durch den Melkus RS 1000

Bekannt wurde die Marke vor allem in der ehemaligen DDR durch den Melkus RS 1000. Der Rennsportwagen wurden von Tüftler Heinz Melkus entwickelt, der mit seinem Gefährt auch gleich mehrere DDR-Meistertitel gewann. Von dem zweisitzigen Flügeltürer auf Basis des Wartburg 353 wurden zwischen den Jahren 1969 und 1980 insgesamt 101 Fahrzeuge produziert. Der Preis lag damals bei 45.000 DDR-Mark. Anfangs durften nur ausgewählte Bürger und Rennfahrer das Fahrzeug erwerben. Zudem war der Nachweis einer „rennsportlichen Tätigkeit“ notwendig.

Potenzielle Investoren bekunden Interesse

Firmeninhaber und Enkelsohn Sepp Melkus will jetzt neue Investoren zu finden, um weiter Fahrzeuge zu produzieren und das Fortbestehen der Firma zu sichern. Interesse von Seiten potenzieller Investoren besteht bereits – für konkrete Angaben sei es aber noch zu früh, teilte die Melkus Sportwagen GmbH mit.


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