VW und Proton

Abbruch der Gespräche

21.11.2007 | Redakteur: Bernd Otterbach

Der Volkswagen-Konzern hat die Gespräche mit der malaysischen Regierung über eine Zusammenarbeit bei Proton beendet. Die Gespräche sind sowohl über eine Kooperation wie eine Beteiligung von VW an dem malaysischen Pkw-Hersteller Proton gescheitert.

Die Voraussetzungen für intensivere Gespräche seien nicht gegeben, teilte der Wolfsburger OEM mit. Proton und VW haben in den vergangenen Jahren immer wieder über eine mögliche Zusammenarbeit verhandelt. Die malaysische Regierung, die rund 60 Prozent der Anteile an Proton hält, sucht einen strategischen Partner für den angeschlagenen Autobauer. Neben VW war nur noch General Motors als Kooperationspartner im Gespräch, nachdem der PSA-Konzern kein Interesse mehr hat. Zuletzt hatte VW im September angekündigt, die festgefahrenen Gespräche wieder zu vertiefen.

Südostasien bleibt für VW strategisch wichtig

Unabhängig von der aktuellen Entscheidung werde Volkswagen verstärkt andere Möglichkeiten eines Engagements in der ASEAN-Region prüfen, schreibt der Konzern in seiner Mitteilung. Die Vertriebsaktivitäten in der Region einschließlich Malaysia will das Unternehmen sogar intensivieren, da es unverändert die Absicht verfolge, in der südost-asiatischen Region langfristig eine erfolgreiche Produktions- und Vertriebsbasis aufzubauen.

Südostasien ist derzeit ein wichtiger Wachstumsmarkt der Automobilbranche, in dem der VW-Konzern noch wenig vertreten ist. Zuletzt hatte Konzernchef Martin Winterkorn erneut betont, in den nächsten Jahren die Fahrzeugproduktion auf 10 Millionen Einheiten im Jahr zu erhöhen. Für diese Ziele könnte die Region eine wichtige Rolle spielen.


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