Automobilsalon Genf 2017

Opel Insignia Sports Tourer: Moderner Kombi

| Autor / Redakteur: Ampnet / Thomas Günnel

Opel stellt auf dem Genfer Automobilsalon den neuen Insignia Sports Tourer vor.
Opel stellt auf dem Genfer Automobilsalon den neuen Insignia Sports Tourer vor. (Bild: Opel)

Auf dem Genfer Automobilsalon zeigt Opel seinen komplett neuen Insignia Sports Tourer erstmals: Deutlich moderner, sportlich und im Stil eines großen Coupés.

Opel stellt auf dem Automobilsalon in Genf den Insignia Sports Tourer der Öffentlichkeit vor. Zum Marktstart rollt das Modell mit turboaufgeladenen Benzin- und Dieselmotoren sowie Getrieben der jüngsten Generation vor. Erstmals bei Opel gibt es beim Insignia-Kombi ein Acht-Stufen-Automatikgetriebe, eine 360-Grad-Rundumkamera und Allradantrieb mit Torque Vectoring. Je nach Antrieb und Ausstattung ist der Neue bis zu 200 Kilogramm leichter als das Vorgängermodell. Dabei ist der Insignia das erste Opel-Modell mit einer aktiven Motorhaube, die sich bei einem Zusammenstoß in Millisekunden anhebt, um einen Fußgänger bei einem Aufprall besser zu schützen.

Mehr Platz im Innenraum

Schon die Limousine Insignia Grand Sport nimmt bei der Studie Monza Concept Anleihen – die nächste Generation des Insignia Sports Tourer tut dies noch deutlicher. Mit 4,99 Metern etwas länger als der Vorgänger, wirkt die neue Generation auf den ersten Blick sportlicher und agiler. Der Radstand wuchs um 92 Millimeter auf 2,82 Meter und der vordere Überhang fiel um 30 Millimeter kürzer aus. Außerdem verringerte Opel den Überhang zwischen Stoßfänger und Laderaum – das Gepäckabteil soll sich so einfacher beladen lassen. Der Platz zwischen den Radhäusern nahm zu und auch die Länge des Ladeabteils wuchs um 97 Millimeter bei vorgeklappter Rücksitzlehne auf gut zwei Meter. Das Ladevolumen beträgt maximal 1.640 Liter, 100 Liter mehr beim Vorgänger.

Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 40:20:40 per Tastendruck umklappen, optional halten seitlich am Boden verlaufenden Schienen, Trennnetze und diverse Befestigungen die geladenen Gegenstände am richtigen Platz. Die schräg nach oben verschiebbare Heckabdeckung erleichtert den Zugriff zum Gepäckabteil. Die Kofferraumklappe lässt sich bei entsprechender Ausstattung per Fußkick unter den hinteren Stoßfänger öffnen und mit der selben Geste schließen. Die Kopffreiheit, die Schulterfreiheit und der Platz für die Hüfte nahmen in der zweiten Reihe zu. Fahrer und Beifahrer sitzen tiefer als bisher im Fahrzeug.

Vernetzung und Fahrerassistenz

Für Unterhaltung und Vernetzung sorgt das „Intellilink“-System. Es arbeitet mit Apple Carplay und Android Auto. Während das Smartphone nahtlos in das Fahrzeug-Infotainment integriert ist, lässt es sich ab sofort kabellos laden. Mit der neuen Insignia-Generation geht auch ein Service an den Start, bei dem sich die Passagiere an den Opel Onstar-Berater wenden, um beispielsweise ein Hotelzimmer zu reservieren. Außerdem ermöglicht der 4G-LTE-WLan-Hotspot die schnelle Verbindung ins Internet. Technisches Highlight im neuen Insignia Sports Tourer ist die zweite Generation des preisekrönten, adaptiven Intellilux-LED-Matrix-Lichts, das nun mit je 16 LED-Segmenten in den schmalen Scheinwerfern Platz findet. Dank der höheren Anzahl von LED-Elementen passen sich die Lichtfunktionen präziser der jeweiligen Situation an; die Übergänge verlaufen schneller und fließender. Je nach Lenkeinschlag erhöht sich außerdem die Lichtintensität der inneren Matrix-Elemente, um die gewählte Spur heller auszuleuchten. Dazu kommt ein ins Abblendlicht-Modul integrierter, spezieller LED-Fernlicht-Strahl, der die Lichtweite auf bis zu 400 Meter verlängert.

Zu den Neuerungen in Sachen Fahrerassistenz zählen das Head-up-Display, das Informationen zu Geschwindigkeit, Verkehrszeichen, Geschwindigkeitsregler oder Navigation in das direkte Sichtfeld des Fahrers auf der Windschutzscheibe projiziert, die 360-Grad-Kamera, der adaptive Geschwindigkeitsregler mit automatischer Gefahrenbremsung, der aktive Spurhalte-Assistent mit automatischer Lenkkorrektur und der Rückfahr-Assistent.

Aktives Fahrwerk

Fahrspaß und Sicherheit vermittelt der neue Allradantrieb mit Torque Vectoring. Dabei ersetzen zwei elektrisch gesteuerte Lamellen-Kupplungen das Hinterachs-Differenzial und stellen eine individuelle Kraftübertragung an jedes Rad sicher, unabhängig von Untergrund sowie Nässe, Eis oder Schnee. In Kurven wird zusätzliches Drehmoment an das äußere Hinterrad geleitet, sodass der Sports Tourer spontan einlenkt und Untersteuern vermieden wird. Die Basis für das situationsgerechte Fahrverhalten bildet das weiterentwickelte Flexride-Fahrwerk. Es adaptiert Stoßdämpfer, Lenkung, Gaspedalkennlinie und bei Automatikgetrieben die Schaltpunkte eigenständig oder anhand der vom Fahrer wählbaren Modi „Standard“, „Sport“ und „Tour“. Die neue zentrale „Drive Mode-Control“-Software ist dabei das Herz des adaptiven Fahrwerks. Sie wertet permanent alle Sensordaten und Einstellungen aus und erkennt den individuellen Fahrstil.

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