Wirtschaft

Outsourcing: Teil der IT-Strategie

| Autor / Redakteur: Thomas Müller / Thomas Günnel

Die digitale Transformation ist ein Treiber in den Unternehmen – bei der es manches zu beachten gilt.
Die digitale Transformation ist ein Treiber in den Unternehmen – bei der es manches zu beachten gilt. (Bild: Siemens)

Die digitale Transformation ist ein Treiber in den Unternehmen. Outsourcing unterschiedlicher IT-Leistungen hat sich als probates Mittel bei der Entwicklung etabliert, und um Ressourcen einzusparen. Doch dabei gilt es manches zu beachten.

Egal ob Hersteller, Zulieferer oder Dienstleister: Die IT nimmt in der Automobilindustrie schon heute eine entscheidende Rolle in den Produkten, Services und den Unternehmensprozessen ein. Gleichzeitig wachsen die Ansprüche bezüglich Wirtschaftlichkeit und Produktivität, bei stetig steigender Komplexität. Ziel ist es Kosten zu sparen, Ressourcen sinnvoll einzusetzen und zusätzlich Servicequalität zu sichern. Durch das Auslagern von IT-Leistungen können sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und die eigenen IT-Ressourcen auf die Umsetzung strategischer IT-Projekte und auf die Weiterentwicklung von Schlüsselkompetenzen konzentrieren. Zudem können sie weitaus schneller und flexibler auf die sich ständig wandelnden Anforderungen des Marktes reagieren.

Internes und externes Outsourcing

Einerseits gilt die Unterscheidung zwischen unternehmensinternem und unternehmensexternem Outsourcing. Unternehmensintern bedeutet, dass bestimmte IT-Aufgaben an ein oder mehrere Tochterunternehmen vergeben werden, die speziell zu diesem Zweck gegründet wurden. Unternehmensexternes Outsourcing bezeichnet entsprechend die Vergabe an externe Unternehmen. Dabei können Daten ausgelagert, Software von Fremdfirmen bezogen oder ganze Programmierarbeiten an Länder, wie Indien, China oder in Osteuropa vergeben werden.

In der Cloud

Über Techniken wie Cloud- oder Mobile-Computing müssen Daten oder Programme heute nicht mehr auf Servern des Unternehmens oder gar auf jedem einzelnen Rechner vorliegen. Sie können direkt von einem Dienstleister bezogen werden, Stichwort ist hier „Software as a Service“. Dies hat den Vorteil, dass keine eigenen Rechenzentren mehr nötig sind. Die Kosten dafür sind in der vergangenen Jahren aufgrund der ständig wachsenden gesetzlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen stark gestiegenen. Und die wachsende Datenflut macht zudem die ständige Erweiterung der Ressourcen für Aufbau und Betrieb gerade für mittelständische Unternehmen sehr kostspielig. Allerdings ergeben sich dabei Gefahren beim Datenschutz – ein grundsätzliches Problem bei der Auslagerung von Dienstleistungen. Entscheidend ist, wo die Daten tatsächlich liegen. Denn sie unterliegen dem Recht des jeweiligen Landes – die sich teilweise sehr stark unterscheiden.

Programmierarbeiten auslagern

Die Anforderungen durch Kunden steigen stetig und auch der Wettbewerbsdruck nimmt in der Automobilindustrie, gerade durch neue Marktteilnehmer wie Google oder Apple, weiter zu. Daher sind Unternehmen auch bei der Umsetzung von IT-Projekten auf externe Hilfe angewiesen. Entsprechend werden heute auch ganze Gewerke ausgelagert. Größtenteils werden wenig komplexe und hochstandardisierte, aber zeitaufwendige, Programmierarbeiten ins Ausland vergeben, zum Beispiel bei der Anwendungsentwicklung oder bei langfristiger Kooperation das Netzwerk- und Datenmanagement. Die Vorteile liegen einerseits im finanziellen Bereich. Die Lohnstückkosten sind in der Regel in den genannten Ländern niedriger. Gleichzeitig liegen die grundsätzlichen Kompetenzen und Fähigkeiten mittlerweile auf ähnlichem Niveau, wie in Deutschland. Da Fachkräfte für bestimmte Aufgaben hierzulande nur noch schwer zu finden sind, kann Near- beziehungsweise Offshoring zudem eine gewisse Planungssicherheit bedeuten.

Interkulturelle Probleme

Bei der Auslagerung von Programmiertätigkeiten muss man oft mit Schwierigkeiten rechnen. Die räumlichen, zeitlichen und sprachlichen Hürden können ein Projekt deutlich verlängern. So können aus kleinen Missverständnissen in kürzester Zeit größere Schwierigkeiten resultieren. Die dadurch entstehenden, verlängerten Entwicklungszeiten erhöhen Kosten oder gefährden sogar das ganze Projekt. Hinzu kommen der zeitliche und finanzielle Aufwand bei der Suche nach einem passenden Dienstleister. Outsourcing von IT-Leistung kann also ein wichtiger Stützpfeiler in der IT-Strategie von Unternehmen sein. Allerdings sind Fallstricke nicht zu vernachlässigen. Entscheidend ist jedoch die richtige Agenda und die richtige Abwägung hinsichtlich Bedarf und Einsatzmöglichkeiten.

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