05.05.2011 | Redakteur: Bernd Otterbach
Ein Leichbauroboter, der gemeinsam von Kuka und dem DLR-Institut für Robotik und Mechatronik entwickelt wurde, hat den euRobotics Technology Transfer Award 2011 gewonnen.
Eine Jury aus 340 europäischen Roboterexperten hat den Tech-Transfer Award in diesem Jahr zum achten Mal verliehen. Das Gremium bewertete die Innovationskraft und wirtschaftliche Auswirkungen von erfolgreichen Forschungskooperationen zwischen Industrie und Wissenschaft. Die Juroren vergaben den ersten Platz für einen Leichtbauroboter, der gemeinsam von KUKA und dem DLR-Institut für Robotik und Mechatronik entwickelt wurde.
Der Kuka-DLR Leichtbauroboter (LBR) ist dem menschlichen Arm nachempfunden: die Entwickler legten Wert auf Sensivität und Nachgiebigkeit. Gleichzeitig sei er einfach und sicher zu programmieren, teilte Kuka am Donnerstag weiter mit. Dank seines relativ geringen Gewichts sei er einfach zu transportieren und energiesparend, was ihn auch für mobile Roboteranwendungen einsetzbar mache.
Dr. Ralf Koeppe, Leiter Forschung und Entwicklung bei Kuka Laboratories, der den Preis gemeinsam mit Dr. Alin Albu-Schaeffer (DLR) stellvertretend für die DLR- und Kuka-Entwickler-Teams entgegennahm, sagte: „Man kann unseren LBR völlig gefahrlos berühren, dank der Kraft-Momentenregelung in den Robotergelenken. Es ist uns mit dem LBR gelungen, Sicherheit mit Kraft und Feingefühl zu verbinden und einen Roboter zu entwickeln, der durch einfaches Führen des Anwenders programmierbar ist und trotzdem millimetergenau agiert. Darüber hinaus ist der LBR der erste Roboter, der zukünftig als sicher eingestuft und ohne Schutzzaun direkt gemeinsam mit dem Anwender eingesetzt werden kann.“
Der zweite Preis ging an SIMone, ein auf Robotertechnologie basierender interaktiver Geburtstssimulator, der gemeinsam von der der ETH Zürich, der TU München und 3B Scientific zu Trainingszwecken für Ärzte entwickelt wurde. Die anderen Finalisten des euRobotics Technology Transfer Awards waren: Fits.me, ein estländisches start-up Unternehmen, das gemeinsam mit den Universitäten Tallinn und Tartu eine Online-Anprobe für Kleidung entwickelt hat; Surgenius, ein Operationsroboter, der gemeinsam von Surgica Robotica und der Universitäten von Verona entwickelt wurde; und Workerbot, einen dem Menschen nachempfundenen zweiarmigen Roboter für die industrielle Handhabung und Montage, der einer Forschungskooperation von pi4_robotics und dem Fraunhofer Institut für Produktionssysteme, IPK, entstammt.
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