Alternative Antriebe

Siemens liefert Hybridantrieb für Busse

| Redakteur: Thomas Günnel

Im Rahmen des Verkehrsprojektes „Mettis“ liefert der Siemens-Geschäftsbereich Drive Technologies ein Hybridantriebssystem für Busse. Der belgische Hersteller Van Hool will 27 Fahrzeuge damit ausrüsten.
Im Rahmen des Verkehrsprojektes „Mettis“ liefert der Siemens-Geschäftsbereich Drive Technologies ein Hybridantriebssystem für Busse. Der belgische Hersteller Van Hool will 27 Fahrzeuge damit ausrüsten. (Foto: Van Hool)

Im Rahmen des Verkehrsprojektes „Mettis“ liefert der Siemens-Geschäftsbereich Drive Technologies ein Hybridantriebssystem für Busse. Das System umfasst Antriebsmotoren, Generatoren, Leistungselektronik und Steuerungssoftware.

„Mettis“ ist ein Verkehrsprojekt der ostfranzösischen Stadt Metz, die damit den innerstädtischen Verkehr entlasten will. Unter anderem umfasst das Projekt neue Busspuren und Metrobuslinien. Mit dem von Siemens gelieferten Hybridsystem stattet die belgische Firma Van Hool, ein unabhängiger Hersteller von Bussen und gewerblichen Fahrzeugen, 27 Busse aus. Die 24 Meter langen und 3,30 Meter hohen Doppelgelenkbusse fahren auf eigens angelegten Trassen durch die Stadt – unabhängig vom Individualverkehr. Dabei verbrauchen sie nach Angaben von Siemens in etwa die gleiche Menge Treibstoff wie konventionelle, zwölf Meter lange Dieselbusse, können aber knapp doppelt so viele Passagiere befördern. Mittels des Hybridsystems wollen die Projektpartner Verbrauch und CO2-Ausstoß auf den niedrigsten Emissionslevel in diesem Marktsegment senken.

Montage ohne Zwischengetriebe

Die Elektromotoren lassen sich direkt an der Achse montieren und benötigen kein Zwischengetriebe. Ihren Strom beziehen die Motoren von einem Generator, der an einen Dieselmotor gekoppelt ist. Dieser rekuperiert auftretende Bremsenergie und speist sie in das Batteriesystem ein. Laut Siemens wurde es speziell für dieses Einsatzgebiet entwickelt. Es ist demnach in der Lage, große Mengen an Energie schnell zu speichern und bereitzustellen.

Über das Projekt Mettis

Baubeginn des Projekts Mettis war im Jahr 2010. Ende 2013 sollen die alternativen Verkehrsmittel auf zwei Linien mit einer Gesamtlänge von 23 Kilometern Fahrt aufnehmen. Die Kommune Metz rechnet zu Beginn mit 25.000 Passagieren täglich. Später sollen bis zu 36.000 Fahrgäste das neue Transportsystem nutzen – als attraktive Alternative zu konventionellen Stadtbussen, Straßenbahnen und Pkws.

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