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Siemens übernimmt CD-adapco

| Redakteur: Jens Scheiner

Siemens und CD-adapco haben eine Vereinbarung für die Übernahme der Anteile von CD-adapco durch Siemens geschlossen.
Siemens und CD-adapco haben eine Vereinbarung für die Übernahme der Anteile von CD-adapco durch Siemens geschlossen. (Foto: Siemens)

Siemens und CD-adapco haben eine Vereinbarung für die Übernahme der Anteile des Simulationssoftware-Spezialisten geschlossen.

Wie der Zulieferer mitteitle beträgt der Kaufpreis 970 Millionen US-Dollar. Siemens erwartet im fünften Jahr nach Abschluss der Transaktion Synergieeffekte in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern , die sich im Wesentlichen aus Umsatzsynergien ergeben sollen. Der Abschluss der Transaktion ist abhängig von den üblichen Genehmigungen und wird in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2016 erwartet.

Siemens erwartet Wachstumsschub

CD-adapco hat seinen Hauptsitz in Melville, New York, USA, und verfügt weltweit über 40 Standorte mit über 3.200 Kunden. Das Unternehmen deckt mit seiner Simulationssoftware ein weites Spektrum an Engineeringlösungen ab. Dies beinhaltet Fluid Dynamics (CFD), Solid Mechanics (CSM), Wärmeübertragung, Partikeldynamik, Stoffdurchsätze, Elektrochemie, Akustik sowie Rheologie. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen über 900 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von etwa 200 Millionen US-Dollar. In den vergangenen drei Geschäftsjahren steigerte CD-adapco nach eigenen Angaben seinen Umsatz im Durchschnitt um jährlich mehr als 12 Prozent. Für die Zukunft erwartet Siemens für das Geschäft ein weiterhin kräftiges Wachstum.

„Als Teil der Vision 2020 treibt Siemens mit der Übernahme von CD-adapco das Wachstum im digitalen Geschäft voran und erweitert das Portfolio im Bereich der Industriesoftware. Simulationssoftware ist entscheidend, um bessere Produkte schneller und kostengünstiger auf den Markt zu bringen. Mit CD-adapco kaufen wir einen etablierten Technologieführer, mit dem wir unser Weltklasse-Industriesoftware-Portfolio ergänzen und unsere Strategie zum Ausbau unseres digitalen Unternehmensportfolios weiter umsetzen“, sagte Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands von Siemens.

Das Unternehmen wird in das PLM-Softwaregeschäft der Siemens-Division Digital Factory (DF) integriert. Die Division Digital Factory bündelt alle Geschäfte speziell für die diskreten Fertigungsindustrien – wie etwa Automobil- und Flugzeugbau, Maschinenbau und Elektronik. Das Portfolio umfasst durchgängig integrierte Soft- und Hardwaretechnologien.

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