Elektromobilität

Stadtbus mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik

| Autor / Redakteur: Wolfgang Pester / Thomas Günnel

Das Omnibusdach dient als Plattform für die Wasserstofftechnik. Im Bild: das Wasserstoff-Tanksystem.
Das Omnibusdach dient als Plattform für die Wasserstofftechnik. Im Bild: das Wasserstoff-Tanksystem. (Daimler)

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Mit dem Citaro FuelCell-Hybrid macht Daimler einen großen Schritt in die Zukunft. Der Stadtbus mit der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik der dritten Generation ist für die Ingenieure der Auftakt für die Serienfertigung.

Sie tanken Wasserstoff (H2), fahren elektrisch, gewinnen Bremsenergie und aus dem Auspuff kommt lediglich Wasserdampf: die Brennstoffzellenbusse. Sie sind bereits im Linieneinsatz, derzeit unter anderem in einem Projekt, das die EU in fünf europäischen Städten fördert. Das Ende des Jahres 2010 in Köln gestartete Vorhaben „Chic“ (Clean Hydrogen in European Cities/Sauberer Wasserstoff für europäische Städte) soll 26 Brennstoffzellenbusse in den täglichen Linienverkehr integrieren. Mindestens drei Hersteller – Mercedes-Benz, Van Hool und Wrightbus – liefern H2-Brennstoffzellenfahrzeuge für das Projekt, das bis Ende des Jahres 2015 läuft.

Das Chic-Projekt

Die im Chic-Projekt involvierten Verkehrsbetriebe in Aarau (Schweiz), Bozen, Mailand, London und Oslo können auf Erfahrungen aus den schon bestehenden Projekten in Berlin, Hamburg, Köln und Whistler (Kanada) zurückgreifen. Diese waren bereits an den erfolgreichen Vorgänger-Projekten „Cute und HyFleet:Cute von 2003 bis 2009 beteiligt. Die gesammelten Erfahrungen sollen nach dem Jahr 2015 für den nächsten Schritt zur Verfügung stehen: den Aufbau von Brennstoffzellenbusflotten und der entsprechenden Infrastruktur in 14 europäischen Regionen.

Linien-Testbetrieb seit dem Jahr 2011

Ende Mai erhielt die PostAuto Schweiz AG das fünfte Brennstoffzellenpostauto des Typs Mercedes-Benz Citaro FuelCell-Hybrid. Seit Ende 2011 fahren dort die sauberen Busse auf Linien in und um Brugg (Kanton Aargau), wo sie in den nächsten fünf Jahren getestet werden.

In den Citaro passen bis zu 76 Passagiere. Der Antrieb erfolgt mittels zweier wassergekühlter Asynchron-Radnabenmotoren in einer speziellen Portalhinterachse.
In den Citaro passen bis zu 76 Passagiere. Der Antrieb erfolgt mittels zweier wassergekühlter Asynchron-Radnabenmotoren in einer speziellen Portalhinterachse. (Daimler)

Das dichte Liniennetz eignet sich in Topographie und Linienführung – Stadtverkehr, Landstraßen, Dorfpassagen – gut für den Test. Betrieben werden die Linien vom PostAuto-Unternehmen Voegtlin-Meyer AG, an dessen Standort die fünf Brennstoffzellenpostautos gewartet und betankt werden.

Mit den fünf Citaro-FuelCell-Hybridbussen in Aarau testet Daimler seit 2011 nun in der Praxis insgesamt 14 Solostadtbusse mit der vorserienreifen FCell-Technik der dritten Generation auf Buslinien in Hamburg und Stuttgart sowie in Aarau und Mailand. In Kürze sollen zwei Busse in Karlsruhe den Linienbetrieb aufnehmen, wenn die H2-Tankstelle am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) fertig ist.

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