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Super Bowl 2016: Was kostet die Welt?

| Autor: Christoph Seyerlein

Werbung beim Super Bowl in den USA ist teuer. Die Automobilhersteller geben bis zu zehn Millionen Dollar aus, um ihre Modelle zu präsentieren.
Werbung beim Super Bowl in den USA ist teuer. Die Automobilhersteller geben bis zu zehn Millionen Dollar aus, um ihre Modelle zu präsentieren. (Foto: Audi)

Am Sonntagabend (7. Februar) beginnt in Santa Clara (USA) der 50. Super Bowl. Einige Automobilhersteller nutzen dabei wieder die Gelegenheit, ihre Fahrzeuge zu präsentieren – für bis zu zehn Millionen Dollar pro Videoclip.

In der Nacht von Sonntag (7. Februar) auf Montag (8. Februar) steigt in Santa Clara bei San Francisco die 50. Auflage des Super Bowl. Im diesjährigen Finale der US-Football-Profiliga NFL treffen die Carolina Panthers auf die Denver Broncos. Neben dem sportlichen Aspekt ist das größte Sportereignis der Welt gerade für die Werbewirtschaft von großer Bedeutung. Auch die Automobilhersteller greifen für die begehrten Zeitfenster tief in die Tasche. Audi lässt sich die Schalte seines einminütigen Spots „Commander“ beispielsweise Medienberichten zufolge zehn Millionen Dollar kosten – und ist damit nicht der einzige Automobilhersteller. Jahr für Jahr steigen die Preise, die der übertragende Sender CBS für die Werbe-Fenster aufruft. Im Jahr 2016 fällt wohl erstmals die Fünf-Millionen-Dollar-Marke für einen 30-sekündigen Clip. Das entspricht 4,62 Millionen Euro, im vergangenen Jahr mussten die Werbetreiber noch 4,14 Millionen Euro für ein solches Zeitfenster bezahlen. Ein Grund für die Entwicklung sind die Einschaltquoten: Allein in den USA verfolgten im vergangenen Jahr 114,4 Millionen Zuschauer das Finale vor dem Fernseher – ein Allzeit-Rekord.

Doch nicht nur die Werbefenster allein sind teuer, auch bei den Produktionskosten klotzen die meisten Firmen. Häufig setzen sie dabei auf die Strahlkraft von Prominenten. Den Rekord für den teuersten Spot der Super-Bowl-Geschichte hält laut der Website.„superbowlcommercials2016.org“ nach wie vor Chrysler mit seinem Clip aus dem Jahr 2011. Der Hersteller zahlte damals 12,4 Millionen Dollar für die Produktion. Aus der Autoindustrie sind in diesem Jahr acht Hersteller mit Spots vertreten, zwei mehr als 2015: Kia, Hyundai, Honda, Acura, Mini, Buick, Toyota und Audi wollen den Rahmen nutzen, um das große Publikum von den eigenen Produkten zu überzeugen. Nicht mit von der Partie sind dieses Mal Mercedes und BMW, auch VW verzichtet auf einen Werbeplatz. Um die Filmchen ist seit einiger Zeit ein eigener Hype entstanden. Spots wie die „The Force“ von VW aus dem Jahr 2011 erlangten schnell große Bekanntheit. Einige Fernsehzuschauer sollen sogar nur wegen der oft kreativen und ausgefallenen Werbeclips einschalten.

Die Clips der Autobranche zusammengefasst.

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