Zulieferer

Takata droht die Insolvenz

| Autor / Redakteur: dpa / Jens Scheiner

Der japanische Automobilzulieferer Takata steht wegen der Folgen eines gewaltigen Rückrufdesasters offenbar kurz vor der Insolvenz.
Der japanische Automobilzulieferer Takata steht wegen der Folgen eines gewaltigen Rückrufdesasters offenbar kurz vor der Insolvenz. (Bild: Takata)

Der angeschlagene japanische Automobilzulieferer Takata steht wegen der Folgen eines gewaltigen Airbag-Rückrufdesasters kurz vor dem Aus. Das melden Medien übereinstimmend.

Takata steht möglicherweise kurz vor der Insolvenz. Wie die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ und die Agentur Kyodo am Freitag (16. Juni) unter Berufung auf informierte Quellen berichteten, könnte Takata möglicherweise noch Ende dieses Monats vor Gericht Insolvenz beantragen. Der Konzern war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Angesichts gewaltiger Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als einer Billion Yen (rund 8,1 Milliarden Euro) wäre dies die größte Pleite eines Produktionsunternehmens in der japanischen Nachkriegsgeschichte.

Defekte Airbags von Takata machen der Automobilindustrie schon seit Jahren zu schaffen. Bei langer Einwirkung von Hitze und Luftfeuchtigkeit kann der Airbag bei einem Unfall zu stark auslösen. Die Mängel haben allein in den USA zum Rückruf von fast 70 Millionen Airbags geführt und werden für den Tod von mindestens 16 Menschen verantwortlich gemacht. Wegen der hohen Rückrufkosten schreibt Takata seit nunmehr drei Geschäftsjahren in Folge tiefrote Zahlen.

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