Entwicklung

Volkswagen strukturiert Entwicklung um

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Volkswagen hat seine Organisation für die Fahrzeugentwicklung neu aufgestellt – und legt damit erstmals die unternehmerische Verantwortung für jedes Fahrzeugprojekt in eine Hand.
Volkswagen hat seine Organisation für die Fahrzeugentwicklung neu aufgestellt – und legt damit erstmals die unternehmerische Verantwortung für jedes Fahrzeugprojekt in eine Hand. (Foto: Volkswagen)

Volkswagen hat seine Organisation für die Fahrzeugentwicklung zum Jahresbeginn neu aufgestellt. Die unternehmerische Verantwortung für jedes Fahrzeugprojekt soll klar zuordenbar sein.

Volkswagen strukturiert ab diesem Jahr die Organisation der Fahrzeugentwicklung neu. Das betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Herbert Diess am Mittwoch (20. Januar) und will damit die funktionsübergreifende Zusammenarbeit sicherstellen. Von der Konzeption bis zum Ende des Lebenszyklus eines jeden Modells soll die Verantwortung für Technik, Qualität, Einhaltung der Kosten und Termine sowie die Verantwortung für die Wirtschaftlichkeit erstmals in nur noch einer Hand liegen Bisher waren die Verantwortlichkeiten in unterschiedliche Unternehmensbereiche verteilt und dort in einzelne Modellgruppen differenziert.

Eigene Verantwortliche für Baureihengruppen

Der deutsche Automobilhersteller bündelt seine Baureihengruppen mit mehreren Modellreihen unter vier Verantwortlichen. In der kleinsten Fahrzeuggruppe „Small“ für Kleinwagen, Limousinen und kleine SUV ist zukünftig Klaus-Gerhard Wolpert (59) zuständig, der seit 2010 das Produkt-Management der Marke Volkswagen und des Konzerns geleitet hat. In der Golf-Klasse „Compact“ übernimmt Karlheinz Hell die Leitung. Der 52-Jährige ist seit 2014 Konzern-Einkaufsleiter für Elektrik/Elektronik. Im „Mid- und Fullsize“ Segment vom Passat, über Sharan bis zum Touareg ist künftig Dr. Elmar-Marius Licharz (45) verantwortlich, der seit 2010 das Produktcontrolling leitet. Ausgegliedert in den Bereich „BEV“ wurden von Volkswagen alle Elektrofahrzeuge aus Serie und Studien. Christian Senger (41) kommt vom Automobilzulieferer Continental und hat dort den Bereich Automotive Systems und Technology geleitet.

Klarere Strukturen gewünscht

Neu ist der Bereich Strategie und Produkte. Diese Abteilung soll alle vorgenannten Baureihengruppen als Partner begleiten und die Definition von Laufzeiten und die Koordination wichtiger Produktereignisse verantworten. „Wir sorgen damit für klare Strukturen und Verantwortlichkeiten, mit denen die Mitarbeiter mehr Zeit für ihre Kernaufgaben erhalten. Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Teamgeist werden gestärkt“, erklärt Diess die neue Struktur.

Kommentar zum Beitrag schreiben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43823544 / Entwicklung)