Karriere

VW-Nutzfahrzeuge passt Berufsausbildung an

| Redakteur: Jens Scheiner

VW-Nutzfahrzeuge passt seine Berufsausbildung am Standort Hannover an: Ein neues Schwerpunktthema für die Auszubildenden ist „Industrie 4.0“.
VW-Nutzfahrzeuge passt seine Berufsausbildung am Standort Hannover an: Ein neues Schwerpunktthema für die Auszubildenden ist „Industrie 4.0“. (Foto: VW Nutzfahrzeuge)

VW-Nutzfahrzeuge passt seine Berufsausbildung am Standort Hannover an: Ein neues Schwerpunktthema für die Auszubildenden ist „Industrie 4.0“.

Gestartet hat VW nach eigenen Angaben in den Berufsfeldern Elektroniker für Automatisierungstechnik und Mechatroniker. Für den Bereich Fachkraft für Lagerlogistik und kaufmännische Berufe ist die Integration für 2016 geplant. Perspektivisch soll „Industrie 4.0“ in allen elf Ausbildungsberufen Einzug am Standort Hannover halten. Die Veränderungen der Berufsausbildung sind ein Ergebnis der Zusammenarbeit von Volkswagen und dem Bundesinstitut für Berufsausbildung.

Dr. Josef Baumert, Produktions- und Logistikvorstand Volkswagen Nutzfahrzeuge: „Durch immer schneller werdende technologische Entwicklungen und fortlaufende Digitalisierung in der Produktion haben wir einen steigenden Bedarf an Spezialisten in den Bereichen der Steuerung, Überwachung und Programmierung. Um diesen Bedarf zu decken, brauchen unsere Mitarbeiter künftig andere Qualifikationen und Kompetenzen. Also müssen wir bereits unsere Nachwuchskräfte in der Ausbildung auf dieses neue Anforderungs-Profil bestmöglich vorbereiten.“

Am Standort Hannover werden insbesondere diese neuen Inhalte gelehrt:

• Condition Monitoring (Zentrale Anlagenüberwachung)

• Virtuelle Inbetriebnahme (3D SPS Simulation)

• 3D-Design und Druck

• Zukunftsorientierte Maschinenprogrammierung

• RFID (Radio-Frequency Identification)

• 3D-Umgebungs-Sensorik (Smart Cams)

Im Mittelpunkt der Ausbildung des Elektronikers für Automatisierungstechnik und des Mechatronikers stehen das Einrichten und Instandhalten von Maschinen und Schaltanlagen, sowie das Programmieren und Steuern von automatischen Produktionseinrichtungen über Automatisierungsnetzwerke. Im Bereich Zentrale Anlagenüberwachung können die Auszubildenden simulieren, wie sie künftig in der Praxis arbeiten werden. VW führt aktuell eine Zentrale Anlagenüberwachung im Werk Hannover ein. Das „Frühwarnsystem“ vernetzt nach eigenen Angaben verschiedenste Produktionsbereiche in Echtzeit.

Neue Lernformen für die Ausbildung

Wie der Autohersteller mitteilte entwickelt er in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung Vorschläge für die zukunftsorientierte Ausrichtung der Berufsbildung in Deutschland. Dabei geht es um neue Inhalte für bestehende Ausbildungsberufe und um Ausbildungsgänge für neue Berufe. Olaf Böker, Leiter der Volkswagen Akademie Hannover: „Wesentlicher Aspekt für Industrie 4.0 ist die schnelle und umfassende Verfügbarkeit von Wissen. Deshalb richten wir auch die Lernformen in der Ausbildung noch stärker auf die neuen Herausforderungen aus. Wir qualifizieren unsere Lehrkräfte gezielt hinsichtlich Medienkompetenz und verstärkter Einbindung digitaler Medien in den Ausbildungsprozess.“

Kommentar zum Beitrag schreiben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43839130 / Karriere)