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ZF TRW: „Integration kommt gut voran“

| Redakteur: Thomas Günnel

Der erste gemeinsame Messeauftritt von ZF und ZF TRW auf der NAIAS steht ganz im Zeichen des autonomen Fahrens.
Der erste gemeinsame Messeauftritt von ZF und ZF TRW auf der NAIAS steht ganz im Zeichen des autonomen Fahrens. (Bild: ZF Friedrichshafen)

Die ZF Friedrichshafen will führend in der intelligenten Vernetzung mechanischer Komponenten werden. Auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit, Michigan zeigt das Unternehmen entsprechende Produkte – erstmals seit der Übernahme von TRW Automotive.

Der erste gemeinsame Messeauftritt von ZF und ZF TRW auf der NAIAS steht vom 11. bis zum 24. Januar ganz im Zeichen des autonomen Fahrens. ZF zeigt in Detroit Sensorsysteme, intelligente Steuerungen und mechatronische Aktuatoren. Komponenten für aktive und passive Sicherheitssysteme sind dabei ebenso zu sehen, wie Produkte für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Dazu zählt unter anderem das neue, hoch modulare Achssystem mit integriertem elektrischen Achsantrieb. „Nach der Übernahme von TRW wollen wir führend in der intelligenten Vernetzung mechanischer Komponenten werden“, sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer am Montag (11. Januar) in Detroit. „Wir werden im nächsten Jahr mit einem breiter aufgestellten Produktportfolio auftreten und gleichzeitig Kosten sparen können, weil wir mit der Integration von ZF TRW gut vorankommen.“ Die Integration sei ein bestimmendes Thema in diesem Jahr, außerdem der Aufbau der neuen Division E-Mobility. Sie nimmt in diesem Monat ihre Arbeit auf und bündelt sämtliche Aktivitäten rund um die Elektrifizierung von Personen- und Nutzfahrzeug.

Umsatzziel 2015 erreicht

Sommer bekräftigte das zum Halbjahr 2015 kommunizierte Umsatzziel des Konzerns von 29 bis 30 Milliarden Euro (etwa 32 Milliarden US-Dollar) für 2015. Ebenso werde ZF die Ergebnisziele erreichen. In der Marktregion Nordamerika habe sich der Umsatz im vergangenen Jahr erneut positiv entwickelt; detaillierte Zahlen will ZF auf der Bilanz-Pressekonferenz am 22. März vorlegen. Für das Jahr 2016 zeigte sich der ZF-Chef verhalten optimistisch: „In den Märkten gibt es Licht und Schatten.“ Die USA seien ein robuster Markt mit weiterhin guter Entwicklung, dies gelte auch für einige europäische Länder wie Spanien und Großbritannien. „Auch der chinesische Markt wird trotz einer reduzierten Dynamik weiter deutlich wachsen“, betonte Sommer. In Brasilien und Russland hingegen sei bisher noch keine Erholung eingetreten.

Neuer Sitz von ZF Nordamerika

Während der Integration von ZF TRW ist derweil eine erste Standortentscheidung gefallen: Im April 2016 wird der bisherige Firmensitz von ZF TRW in Livonia, Michigan zur ZF-Hauptverwaltung für Nordamerika. Administrative Aufgaben beider Standorte sind künftig in Livonia gebündelt. Parallel dazu wird der ZF-Standort Northville, Michigan zu einem zentralen Vertriebs- und Entwicklungszentrum. Livonia wird damit Sitz des Leitungsteams von ZF North America sowie von Dr. Franz Kleiner, ZF-Vorstandsmitglied für Nordamerika und CEO von ZF TRW. Außerdem übernimmt Kleiner zum 1. April 2016 die Leitung von ZF North America. Der bisherige Chef der Landesgesellschaft, Julio Caspari, geht nach mehr als 40 Jahren bei ZF Ende März in den Ruhestand. ZF TRW beschäftigt derzeit 1.200 Mitarbeiter in Livonia, ZF rund 400 in Northville.

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