Läpple

Trennung vom Werkzeugbau

31.03.2010 | Redakteur: Bernd Otterbach

Die Läpple AG will 700 Arbeitsplätze streichen und sich vom Herzstück des Unternehmens, dem Werkzeugbau, trennen.

Eine Analyse auf Basis von Markstudien habe ergeben, dass Läpple im Werkzeugbau nicht wettbewerbsfähig sei. Der Preisdruck aus Niedriglohnländern sei zu groß, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Läpple war auch wegen der Automobilkrise ins Trudeln geraten und hatte die Zahl der Beschäftigten in den vergangenen Monaten konzernweit bereits von 4.200 auf 2.400 gesenkt. Dazu beigetragen hatte der Verkauf der Auslandstöchter. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Läpple einen Umsatz von 500 Millionen Euro.

Produktionskapazitäten in Heilbronn fallen weg

Teil des am Dienstag vorgestellten Sanierungskonzepts ist die Konzentration auf die Herstellung von Blechteilen an den Standorten in Heilbronn und Teublitz. Das Unternehmen will zudem die Kapazitäten in der Heilbronner Blechteilefertigung noch weiter reduzieren. Die Blechteilefertigung in Teublitz habe durch die hohe Flexibilität 2009 profitabel gearbeitet, teilte Läpple weiter mit. Ebenso sei es der Fibro-Gruppe trotz Überkapazitäten gelungen, mit einem positiven Ergebnis abzuschließen.

Neben dem Werkzeugbau soll auch die August Läpple GmbH & Co KG, eine interne Verwaltungs- und Dienstleistungsgesellschaft für den Standort Heilbronn, verkauft werden. In den vom geplanten Verkauf betroffenen Unternehmensteilen sind derzeit 450 Mitarbeiter beschäftigt. Von den weiteren Sanierungsmaßnahmen wären etwa 250 Mitarbeiter betroffen.

Zwei Bereiche: Blechteile und Fibro

Im Zuge der Sanierung teilt sich die neue Läpple AG künftig in die zwei Geschäftsbereichen Blechteile und Fibro. Bei den Blechteilen will sich Läpple auf Karosserien für Premiumhersteller und Nutzfahrzeuge konzentrieren. Die Tochtergesellschaft Fibro soll mittelfristig weiter expandieren. Das Unternehmen ist auf standardisierte Bauteile für den Werkzeug-, Formen- und Maschinenbau spezialisiert. Unter dem Dach der Fibro wird zudem der Anlagenbau am Standort Haßmersheim zusammengeführt.


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