ElringKlinger/Freudenberg

Kaufvertrag unterschrieben

30.09.2010 | Redakteur: Bernd Otterbach

Kaufvertrag unterschriebenDie Freudenberg-Gruppe veräußert das Geschäft mit statischen Metalldichtungen - Zylinderkopf- und Abgasdichtungen - an die ElringKlinger AG. Der Vertrag wurde am Donnerstag Vormittag unterzeichnet. Der Kaufpreis dürfte zwischen 30 und 40 Millionen Euro liegen.

Kaufvertrag unterschrieben

Neben der Freudenberg-Tochtergesellschaft Burgmann Automotive GmbH, Gelting, Deutschland übernimmt ElringKlinger auch einen Teil der Freudenberg-Meillor S.A.S., Nantiat, Frankreich sowie die Oigra Meillor s.r.l., Turin, Italien.

Nach der Billigung der Kartellbehörden und der Zustimmung der Arbeitnehmervertreter am französischen Standort Nantiat zum Vollzug der geplanten Übernahme konnte der Kaufvertrag notariell beurkundet werden. Der Kauf war bereits am 12. Juli angekündigt worden. Zum exakten Kaufpreis vereinbarten beide Unternehmen Stillschweigen. Er dürfte im Bereich des 0,6- bis 0,8-fachen des für 2011 geplanten Umsatzes liegen, also zwischen 29,4 und 39,2 Millionen Euro. Das Abschluss der Transaktion erfolgt Ende des Jahres.

Mit dem Zukauf des Geschäfts mit statischen Metalldichtungen will ElringKlinger seine internationale Position bei Zylinderkopfdichtungen und hochtemperaturfesten Spezialdichtungen für Motor und Abgassystem ausbauen. Im Geschäftsbereich Spezialdichtungen werd das Produktportfolio um zusätzliche Produkte – zum Beispiel im Segment Turbolader und Abgasrückführung – erweitert und die Marktposition vor allem in den Märkten Frankreich und Italien spürbar gestärkt, teilte das Unternehmen weiter mit. Im Gesamtjahr 2011 soll die Akquisition rund 49 Millionen Euro zum Konzernumsatz beitragen. ElringKlinger geht davon aus, dass die operative Marge bis 2012 an das Gruppenniveau herangeführt werden kann.

In den beiden Geschäftsfeldern Zylinderkopfdichtungen und Spezialdichtungen erzielte die ElringKlinger-Gruppe im Jahr 2009 im Erstausrüstungsgeschäft mit den Automobilherstellern Umsatzerlöse in Höhe von rund 150 Millionen Euro und damit mehr als ein Viertel des gesamten Konzernumsatzes.


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