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Brose 100jähriges Firmenbestehen

| Redakteur: Bernd Otterbach

Unter dem Motto „100 Jahre Zukunft“ hat der internationale Automobilzulieferer Brose am 17. April 2007 im Beisein zahlreicher Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verbänden das 100jährige Firmenbestehen in Berlin gefeiert.

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Bundespräsident a. D., Dr. Richard von Weizsäcker lobte Brose als Ausnahme und Vorzeige-Familienunternehmen in einer Welt des Shareholder-Value-Denkens, in der Manager und die Börse die „Freisetzung“ von Mitarbeitern feiern. Weizsäcker meinte, vor allem habe ihn beeindruckt zu hören, dass das, was erarbeitet werde, wieder reinvestiert wird, damit weitergearbeitet und neue Forschritte erzielt werden können. Dies sei die Ausnahme in Bezug auf den Markt im Land, weshalb an den Familienunternehmen um so stärker festgehalten werden müsse.

Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung Michael Stoschek wies darauf hin, daß Max Brose am 4. März 1908 in Berlin seine unternehmerische Tätigkeit begann und Brose seit wenigen Tagen mit dem von der Continental AG übernommenen Werk für Kühler-Lüftersysteme wieder in Berlin präsent ist.

Gerüstet für weitere 100 Jahre

Jürgen Otto, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Brose Gruppe sieht das Unternehmen technisch, organisatorisch und wirtschaftlich „sehr gut gerüstet für weitere 100 Jahre Zukunft“ angesichts der firmeneigenen Dynamik und der hochmotivierten Mitarbeiter an den weltweiten Standorten: „Meine Aufgabe ist es, dieses große Potenzial zu lenken und die Erfolgsgeschichte von Brose weiter fortzuschreiben“.

VDA-Präsident Matthias Wissmann gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass sich die Brose Gruppe auch künftig als hervorragend positionierter Anbieter auf dem internationalen Markt gut behaupten werde:“Brose ist glänzend aufgestellt. Das Unternehmen hat die Kraft zu wachsen und unsere Industrie weiter nach vorne zu bringen“.

14.000 Mitarbeiter

Firmengründer Max Brose, dessen Eltern eine Fabrikation für Pferdekutschen in Elberfeld/Wuppertal betrieben, eröffnete im Alter von 24 Jahren in Berlin ein Handelshaus für Automobilbedarf und Flugzeugzubehör und legte damit den Grundstein für eine Unternehmensgruppe, die heute an fünfter Stelle unter den weltweiten Automobilzulieferern in Familieneigentum steht. Max Brose gründete 1919 mit seinem Partner Ernst Jühling das Coburger Metallwerk Max Brose & Co. und führte das Unternehmen sechs Jahrzehnte.

Sein Enkel Michael Stoschek entwickelte Brose in dreieinhalb Jahrzehnten zu einer internationalen Unternehmensgruppe, die hinsichtlich Marktanteil, Technologie und Qualität weltweit führend ist. Die Brose Unternehmensgruppe entwickelt und produziert an 51 Standorten in 21 Ländern Systeme und Komponenten für Karosserie und Innenraum. Zu den Kunden zählen über 40 Automobilhersteller sowie Zulieferer. Das Familienunternehmen beschäftigt weltweit mehr als 14.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2008 wird die Brose Gruppe einen Umsatz in Höhe von 3,1 Mrd. Euro erzielen.

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