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ZF 2003 geringes Umsatzwachstum

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Der Automobilzulieferkonzern ZF Friedrichshafen AG wird 2003 voraussichtlich nur ein geringes Umsatzwachstum von 9,2 auf 9,3 Milliarden Euro erreichen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der Automobilzulieferkonzern ZF Friedrichshafen AG wird 2003 voraussichtlich nur ein geringes Umsatzwachstum von 9,2 auf 9,3 Milliarden Euro erreichen. Als Gründe führte das Unternehmen neben der schwachen Konjunktur in den für ZF relevanten Branchen und Märkten vor allem die Währungseinflüsse durch den starken Euro an.

„Mit einem Gesamtumsatz von voraussichtlich 9,3 Milliarden Euro hat der ZF-Konzern in diesem Jahr kein bedeutendes Umsatzwachstum erreichen können“, sagte ZF-Vorstandsvorsitzender Dr. Siegfried Goll während der Jahresabschluss-Pressekonferenz in Stuttgart am 19. Dezember. Auch der starke Euro hat eine bessere Umsatz- und Ergebnisentwicklung verhindert. „Mit der währungsbereinigten Umsatzentwicklung von plus 4% können wir in Anbetracht von stagnierenden beziehungsweise leicht rückläufigen Produktionszahlen in unseren Kernmärkten zufrieden sein“, so Goll.

Die Umstellung auf neue Produktgenerationen in der Antriebs- und Fahrwerktechnik führte auch 2003 zu hohen Investitionen: der Serienanlauf der Elektrolenkung für die gesamte neue Golf-Plattform des VW-Konzerns, der Start der Produktion von stufenlosen Pkw-Automatgetrieben (CVT) in USA, die Komplettierung der 6-Gang-Automatgetriebereihe in Deutschland, Investitionen in neue Fertigungseinrichtungen für Antriebs- und Fahrwerkkomponenten wie beispielsweise elektronisch geregelte Dämpfermodule sowie der Anlauf von Pkw-Achssystemen in Lebring/Österreich und Shenyang/China erforderten entsprechende Ressourcen.

Die Gesamthöhe der Investitionen wird in diesem Jahr voraussichtlich 729 Millionen Euro, das sind 8 Prozent vom Umsatz, betragen. „Die sehr hohe Entwicklungs- und Investitionsquote 2002 und 2003 war zur Stärkung unserer Marktposition unbedingt erforderlich, wir haben damit die notwendigen Weichen für die Zukunft gestellt“, sagte Goll in Stuttgart. „Allerdings hat dies zu entsprechenden Belastungen des Ergebnisses geführt. Ab 2004 werden wir die Investitionen wieder schrittweise auf ein normales Maß zurückführen“, so Goll.

Ausblick 2004 verhalten optimistisch ZF prognostiziert für das Jahr 2004 wieder ein stärkeres Umsatzwachstum. Das konjunkturelle Umfeld verbessert sich weltweit und lässt in den Branchen Wachstumsraten zwischen 2 und 3 Prozent erwarten. Speziell in der dynamischen Region Asien/Pazifik will das Unternehmen wachsen: Alleine in China soll ein jährliches Wachstum von 20 Prozent erzielt werden. Derzeit sind die Friedrichshafener mit neun Produktionsstätten in China vertreten.

Auch in den USA stehen die Zeichen auf Wachstum: Im nächsten Jahr werden beispielsweise für die neuen Ford-Modelle Five Hundred und Freestyle komplette Achssysteme aus einem neuen Werk in Chicago geliefert. Während der Zulieferer in Deutschland für 2004 in der Automobilproduktion (inklusive leichter Nutzfahrzeuge) 3 Prozent Wachstum voraussagt, sollen es für Nordamerika und Westeuropa 2 Prozent und für China 15 Prozent sein. Weltweit liegt das Mittel bei plus 3%.