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Neue Modelle 2er Active Tourer: Ist das noch BMW?

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Eine Familienkutsche mit hohem Dach und glattem Boden – das hat es bei BMW noch nie gegeben. Doch jetzt bringen die Bayern tatsächlich ein Auto für junge Väter und alte Herren.

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BMW hat nun auch einen Hochdachkombi im Angebot. Van darf der 2er Active Tourer nicht heißen.
BMW hat nun auch einen Hochdachkombi im Angebot. Van darf der 2er Active Tourer nicht heißen.
(Foto: BMW )

Ein BMW hat den Motor vorn und den Antrieb hinten. So haben sich die Münchner über Jahrzehnte ihren sportlichen Ruf bewahrt. Doch getrieben vom Kostendruck und der Entwicklung der Gesellschaft schwenken sie jetzt um: Weil immer mehr Familien und ältere Kunden hoch sitzen wollen und viel Platz auf kleiner Fläche brauchen, zeigen sie zum Genfer Salon 2014 tatsächlich so etwas wie eine B-Klasse auf bayerisch, die im Herbst zu Preisen ab 30.000 Euro in den Handel kommt. Und weil sie kräftig sparen wollen, teilt sich dieser Active Tourer eine Plattform mit dem neuen Mini – und wechselt deshalb auf Frontantrieb.

Allerdings geht es BMW beim Richtungswechsel nicht allein um die Kosten und die Verzahnung der Architekturen, sagt Frank Niederländer, der die Modellreihen unterhalb des Dreiers verantwortet und dabei mittelfristig für ein ganzes Dutzend Baumuster spricht. „Wenn man so ein Fahrzeugkonzept vernünftig umsetzen möchte, dann führt am Frontantrieb kein Weg vorbei,“ ist der Produktplaner überzeugt: Der große Kardantunnel, die aufwändige Hinterachse und die längs montierten Motoren – bei einem kompakten Auto mit Heckantrieb bleibt da einfach nicht viel Platz für Kind und Kegel.

BMW 2er Active Tourer: Für junge Väter und alte Herren

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Und Platz bietet der 2er Active Tourer bei der ersten Sitzprobe reichlich. Zwar misst er gerade einmal 4,34 Meter und ist damit fast genauso lang wie der Einser. Doch bei einem Radstand von 2,67 Metern, einem winzig kurzen Vorbau und einem quasi senkrechten Heck geht es innen fast geräumiger zu als in einem X5. Wo im 1er schon der Nachwuchs auf der Rückbank meckert, können selbst Erwachsene im Active Tourer nicht nur bequem einsteigen, sondern auch ganz lässig sitzen – vor allem, wenn sie dafür die Rückbank ein wenig nach hinten gleiten lassen. Nicht umsonst ist das zweigeteilte Sofa um 13 Zentimeter verschiebbar.

Neben den Hinterbänklern ist auch an die Lademeister gedacht: Der Kofferraum öffnet nach einem angedeuteten Fußtritt automatisch und wenn die elektrische Heckklappe nach oben surrt, blickt man auf eine ebene, sehr niedrige Ladefläche mit Platz für 468 Liter Gepäck. Darunter gibt es ein Souterrain mit geschicktem Raumteiler und darüber zwei kleine Hebel, mit denen man ratz, fatz die drei Elemente der Lehne nach vorne schnappen lässt. Dann wird der Active Tourer zum Cargo-Bomber und schleppt bis zu 1.510 Liter.

Gerade beim Blick auf die Kleinteile-Logistik haben sich die Entwickler viele neue Fragen gestellt, sagt Produktplaner Niederländer ein und freut sich über die ganzen jungen Väter in seinem Team: Wohin mit dem Kinderwagen, wie befestigt man am leichtesten den Kindersitz und in welcher Ablage verschwinden die Trinkflaschen – bei französischen Familienvans mögen solche Themen Gang und Gäbe sein. „Aber wir haben darauf bis dato nicht so sehr geachtet“, muss der Manager zugeben. Kein Wunder, dass er im Active Tourer sogar stolz ist auf die erste umklappbare Beifahrersitzlehne in einem BMW.

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