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BMW 300 Millionen für Regensburg

| Redakteur: Bernd Otterbach

Der BMW-Konzern investiert ins Werk Regensburg weitere 300 Millionen Euro bis 2012. Mit dem Geld soll insbesondere der Modellanlauf des künftigen 3er vorbereitet werden.

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Nach dem Anlauf des BMW 1er stehe nun die Erneuerung der weiteren Modellpalette von 1er und 3er an, sagte Werkleiter Andreas Wendt am Freitag. „Wir zünden ein großes Produktfeuerwerk im Werk, deshalb werden wir weiter in den Standort investieren“, so Wendt weiter. „In diesem und im kommenden Jahr nehmen wir erneut rund 300 Millionen Euro in die Hand, um das Werk insbesondere für die Anläufe der BMW 3er Generation fit zu machen.“ Die Maßnahmen zur Gebäudeanpassung, zur Anschaffung von neuen Anlagen sowie zur Aktualisierung bestehender Maschinen beträfen alle Technologien im Werk: Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei, Montage und Logistik sowie Qualitätsmanagement.

700 neue Roboter

Bereits im Herbst 2009 hatte der Münchner Automobilhersteller begonnenen, 300 Millionen Euro in die Serienproduktion des neuer 1er zu investieren. Seit Juli läuft das Kompaktmodell in Regensburg vom Band. Das Geld floss insbesondere in den Karosseriebau. „Mit Investitionen von rund 180 Millionen Euro haben wir die Nutzfläche im Karosseriebau-Gebäude um rund 20.000 Quadratmeter erweitert“, erklärte Bernd Königsbrügge, Leiter der Bereiche Presswerk, Karosseriebau und Lackiererei. „Darüber hinaus haben wir rund 700 Roboter neu in Betrieb genommen und bestehende automatische Anlagen im Bereich der Füge- und Fördertechnik umprogrammiert.“

Nun können die Karosserien des neuen BMW 1ers im Mix mit den weiteren Modellen weitgehend auf einer Linie hergestellt werden. Zugleich hat der OEM neue Verfahren des Laserschweißens und zur Produktion von Leichtbau-Türscharnieren in den Fertigungsprozess integriert. Der Anlauf mit Steigerung der Produktionszahlen laufe planmäßig, so Wendt weiter. „Das Werk ist damit in der Lage, zukünftig bis zu 800 1er pro Tag zu bauen.“

Wendt: „Werk arbeitet auf hoher Drehzahl“

Insgesamt stehe das Werk derzeit hervorragend da. Dafür sorge auch die hohe Nachfrage nach Regensburger Modellen. „Das Werk ist ausgelastet, die Produktion läuft auf hoher Drehzahl“, sagte Wendt. Deshalb habe man bereits im Mai das Schichtsystem wieder auf das rollierende ABC-Modell mit einer Regel-Produktion von Montag bis Samstag umgestellt.

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