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Standortstärkung 350 neue Ingenieure für Opel

| Redakteur: Christian Otto

Opel hat ambitionierte Ziele und will dafür neues Personal gewinnen. Allein für das Internationalen Technischen Entwicklungszentrum (ITEZ) in Rüsselsheim will die Marke 300 neue Ingenieure einstellen. Der Entwicklungsstandort wird zudem aufgewertet und erhält mehr Verantwortung im globalen Verbund.

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Auf der heutigen Opel-Pressekonferenz gab Entwicklungsvorstand Mike Ableson bekannt, dass das Unternehmen 350 zusätzliche Ingenieure einstellt.
Auf der heutigen Opel-Pressekonferenz gab Entwicklungsvorstand Mike Ableson bekannt, dass das Unternehmen 350 zusätzliche Ingenieure einstellt.
(Foto: Opel)

Opel stellt 350 zusätzliche Ingenieure ein, um die laufende Modelloffensive weiter voran zu treiben. 300 von ihnen werden im Internationalen Technischen Entwicklungszentrum (ITEZ) in Rüsselsheim eingesetzt und weiter 50 im Entwicklungszentrum in Turin. Im ITEZ Rüsselsheim werden die neuen Mitarbeiter sowohl in der Fahrzeug- als auch in der Motoren- und Getriebeentwicklung tätig sein. Das Unternehmen möchte damit die Rolle des ITEZ mit derzeit mehr als 6.000 Mitarbeitern stärken.

Vor allem in den Fachgebieten Simulation, Validierung, Konstruktion, Kostenkalkulation und Zubehörentwicklung setzt Opel laut Unternehmensangaben Schwerpunkte. Zudem werden Experten für Motoren, Getriebe und Kalibrierung gesucht. Das Bewerbungs- und Einstellungsverfahren hat bereits begonnen und soll Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Bekenntnis zum „German Engineering“

„Diese Einstellungen sind nicht nur ein klarer Beweis dafür, wie intensiv Opel/Vauxhall die Umsetzung der Modelloffensive verfolgt, sondern auch ein weiteres Bekenntnis unseres Mutterkonzerns General Motors zum ‚German Engineering‘. Das ITEZ erhält zusätzliche Aufgaben, um Opel und Europa weiter zu stärken“, sagt Michael Ableson, Entwicklungsvorstand der Adam Opel AG.

Darüber hinaus wird GM noch weitere Synergien zwischen den Konzernmarken nutzen, insbesondere zwischen Buick und Opel. Auch davon profitiert der Standort.

Die Einstellungen gehen einher mit dem 230 Millionen Euro-Investment in das ITEZ, das GM im April verkündet hatte. Dabei wird in neue Testanlagen am Stammsitz Rüsselsheim sowie auf dem Testgelände in Dudenhofen investiert. Neue Motoren- und Getriebeprüfstände ersetzen ältere Einrichtungen. Opel möchte damit Entwicklungszeiten beschleunigen und die Voraussetzungen schaffen, um moderne Antriebe über das Jahr 2020 hinaus zu entwickeln.

Zwei Benziner-Generationen aus Rüsselsheim

Gerade im Bereich der Motoren-und Getriebeentwicklung soll die Arbeit der Rüsselsheimer Ingenieure in Zukunft noch stärker weltweit genutzt werden. Dr. Thomas Johnen, Vice President Powertrain Engineering: „Die beiden nächsten Benzinmotor-Generationen entstehen in Rüsselsheim – einschließlich ihrer Applikationen für alle Märkte, in denen GM vertreten ist. Sie sind wichtige Bausteine bei der Entwicklung künftiger umweltfreundlicher Mobilitätslösungen.“

Opel und GM investieren derzeit in großem Umfang in die Erneuerung der Modellpalette. Vier Milliarden Euro fließen in eine großangelegte Produktoffensive. Dabei wird Opel bis zum Jahr 2016 23 neue Modelle und 13 neue Antriebsvarianten auf den Markt bringen.

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