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US-Regierung 5 Milliarden Dollar für Zulieferer

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die US-Regierung pumpt weiteres Geld in die schwer angeschlagene Automobilbranche des Landes. Sie brachte am späten Donnerstag ein 5 Milliarden Dollar schweres Hilfsprogramm für die Zulieferer auf den Weg. Es solle sichergestellt werden, dass die heimischen Automobilhersteller weiterhin mit den benötigten Teilen versorgt würden, begründete Finanzminister Timothy Geithner den neuerlichen Griff ins Staatssäckel.

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Die Zulieferer hatten ursprünglich auch eine höhere Summe gefordert, nämlich 25,5 Milliarden Dollar. Mit den jetzt gewährten Krediten und Garantien soll sichergestellt werden, dass die Zulieferer auch bei der Insolvenz einer ihrer Kunden ihre Rechnungen bezahlt bekommen. Damit soll eine Kettenreaktion vermieden werden. Zudem können die Unternehmen ihre bestehenden Forderungen gegen eine Gebühr an den Staat abtreten. Der Vorteil wäre, dass sie direkt Geld bekämen, um etwa ihre Mitarbeiter zu bezahlen. Nach Angaben des US-Finanzministeriums arbeiten in der Zulieferbranche 500.000 Menschen.

Laut einer nahezu zeitgleich veröffentlichten Studie der Managementberatung A.T. Kearney droht mehr als der Hälfte der amerikanischen Automobilzulieferer in diesem Jahr die Insolvenz.

Die US-Autoindustrie steckt derzeit in der schwersten Krise ihrer Geschichte. Im zuletzt berichteten Monat Februar waren die Verkäufe für manchen Hersteller um mehr als die Hälfte eingebrochen. Selbst kräftige Rabatte konnten die Amerikaner in der Wirtschaftskrise nicht zum Kauf animieren. Aus dem ursprünglich nur für die Finanzbranche gedachten Rettungspaket TARP sind bereits Milliarden an GM und Chrysler geflossen, über weitere Hilfen wird momentan verhandelt.

dpa

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