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ABB ABB in Deutschland setzt Sparkurs fort

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Die ABB AG, Mannheim, hat im ersten Halbjahr 2003 einen leicht rückläufigen Auftragseingang und Umsatz gemeldet. Die Kerngeschäfte haben sich jedoch gut behauptet.

( Archiv: Vogel Business Media )

Die ABB AG, Mannheim, hat im ersten Halbjahr 2003 einen leicht rückläufigen Auftragseingang und Umsatz gemeldet. "Wir haben im Frühjahr gesagt, dass wir keine positiven Impulse vom Markt erwarten -dies hat sich bestätigt", sagte Bernhard Jucker, Vorstandsvorsitzender der ABB AG in Deutschland.

"Dennoch haben sich die Kerngeschäfte gut behauptet. Unser Programm zur Reduzierung der Kosten um 150 Millionen Euro ist erfolgreich angelaufen." Jucker erwartet, dass das Programm Mitte 2004 abgeschlossen sein wird und die deutsche ABB im Jahr 2005 wieder in die Gewinnzone zurückkehrt.

Im Export konnte ABB ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessern; der Auftragseingang lag hier auf Vorjahresniveau. Beim Ergebnis konnte ABB insgesamt zulegen und in den beiden Kernbereichen Energie- und Automationstechnik jeweils eine Verbesserung zum Halbjahr verzeichnen.

Insgesamt lag der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2003 jedoch mit 1,43 Milliarden Euro um 5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, der Umsatz mit 1,42 Milliarden Euro um 3 Prozent niedriger als am 30. Juni 2002.

"Wir bewegen uns in Deutschland in einem schwierigen Marktumfeld. Ich verweise insbesondere auf den erheblichen Rückgang in der Baubranche", erklärte Jucker. Die positive Entwicklung in den beiden Kernbereichen Energie- und Automationstechnik zeige, dass auch in Deutschland der von ABB eingeschlagene Weg der richtige sei.

ABB wird nach eigenen Angaben im Rahmen ihres Sparprogramms bis Ende 2004 rund 1.350 Arbeitsplätze abbauen und weitere 550 Stellen durch Ausgliederung von Dienstleistungen abgeben. Die beiden größten Outsourcing-Projekte sind bereits erfolgt. "Wir sind erfreut, dass es uns gelungen ist, 430 Mitarbeitern einen neuen Arbeitsplatz zu vermitteln."