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Hella Abbau von 700 Stellen

| Redakteur: Thomas Weber

Der Automobilzulieferer aus dem westfälischen Lippstadt will bis zum Herbst 700 Stellen in Deutschland abbauen.

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Die Hella KG Hueck & Co. will in Deutschland massiv Stellen abbauen. Bis zum Herbst sollen rund 700 Beschäftigte aus dem Unternehmen ausscheiden. Man gehe davon aus, dass sich der Automobilmarkt nach der derzeitigen Krise nicht wieder auf dem früheren Niveau einpendeln wird, sagte ein Firmensprecher am Stammsitz im westfälischen Lippstadt.

Bereits am gestrigen Sonntag hatte die Unternehmensspitze die Mitarbeiter über die Planungen informiert. Bis Ende September seien betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Dies hatte der Betriebsrat bei der Einführung von Kurzarbeit mit der Leitung des Familienunternehmens ausgehandelt.

Besonders betroffen sind die Standorte Lippstadt und Paderborn. Dort sollen durch Fluktuation, Abfindungsangebote und Altersregelungen möglichst sozialverträglich 450 von mehr als 5.500 Stellen abgebaut werden. An den anderen Standorten Wembach, Recklinghausen, Hamm und Bremen sei der Abbau von noch einmal 250 Stellen geplant. Sollte dies bis Ende September nicht gelingen, seien ab Oktober auch betriebsbedingte Kündigungen möglich, sagte der Firmensprecher.

Die Branche befinde sich in einem strukturellen Tief. Hella habe zum Teil dramatische Umsatzeinbrüche von rund 25 bis 40 Prozent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Juni 2007 bis Mai 2008) hat Hella 3,9 Milliarden Euro umgesetzt. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 25.000 Mitarbeiter, 11.000 davon in Deutschland.

dpa

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